Novak Djokovic war nach positivem PCR-Test bei Preisverleihung - Einreise-Affäre spitzt sich weiter zu

Die Einreise-Affäre um Novak Djokovic ist um ein brisantes Detail reicher. Wie das französische Sportblatt "L'Equipe" berichtet, nahm der Serbe am 18. Dezember an einer hausinternen Preisverleihung der Zeitung teil - zwei Tage nach einem positiven PCR-Test. Unterdessen hat die Djokovic-Seite zwei Teilerfolge erzielt. Der Weltranglistenerste bekommt jetzt auch sein geliebtes glutenfreies Essen.

Ein Mauer-Gemälde von Novak Djokovic in Belgrad

Fotocredit: Imago

Wie die französische Sport-Zeitung "L'Equipe" berichtet, posierte Novak Djokovic am 18. Dezember bei einer hauseigenen Preisverleihung der Zeitung ohne Maske.
Djokovic bekam den Preis "Champion des Champions 2021" verliehen. Aufnahmen zeigen Djokovic in Jubelpose mit der Trophäe und ohne Maske.
Es ist die nächste brisante Enthüllung in einer sich immer weiter zuspitzenden Affäre. Nach Angaben seiner Anwälte war Djokovic bereits am 16. Dezember positiv auf Corona getestet worden.
In Sozialen Medien kursieren weitere Bilder, die Djokovic bei der Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen zeigen, ohne Maske und umgeben von Menschen. Die Aufnahmen stammen angeblich vom 17. Dezember.

Australische Zeitung: Visa-Probleme hätten verhindert werden können

Ob Djokovic in Australien bleiben und die am 17. Januar beginnenden Australian Open in Melbourne spielen darf, entscheidet sich am Montag. Ab 10:00 Uhr Ortszeit (0:00 Uhr MEZ) wird das Verfahren fortgesetzt und auch eine Entscheidung des zuständigen Gerichts erwartet.
Richter Anthony Kelly hält an dem Termin fest, was als Teilerfolg der Djokovic-Seite gewertet wird. Das australische Innenministerium hatte einen Antrag zur Vertagung der Entscheidung auf kommenden Mittwoch gestellt, der allerdings abgelehnt wurde.
Unterdessen berichtet die australische Zeitung "Herald Sun", dass die Visa-Probleme, die Djokovics Einreise nach Australien in Frage stellen, möglicherweise hätten verhindert werden können.
Demnach gebe es Dokumente, die belegen, dass der australische Tennis-Verband das Innenministerium gebeten hatte, die Visa-Papiere von Djokovic und anderen Spielern zu überprüfen, ehe sie die Flugzeuge in Richtung Australien bestiegen. Der Antrag wurde demnach jedoch von Beamten des Bezirks Victoria abgelehnt.
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Djokovic-Fans demonstrieren vor dem Hotel in Melbourne

Fotocredit: Getty Images

Djokovic bekommt glutenfreies Essen, Sportgeräte und Notebook

Bis zur Urteilsverkündung am Montag sitzt Djokovic weiter in einem Hotel für Ausreisepflichtige fest. Ein Antrag der serbischen Regierung auf eine Verlegung des Weltranglistenersten in ein anderes Hotel hatte keinen Erfolg.
Immerhin erhielt der 34-Jährige einige Zugeständnisse. "Leider muss Novak bis zur finalen Entscheidung im Hotel bleiben. Aber wir haben einen kleinen Erfolg erzielt“, erklärte Serbiens Ministerpräsidentin, Ana Brnabic, im nationalen TV über eine Unterredung mit der australischen Außenministerin Marise Payne.
So bekommt Djokovic nach der politischen Intervention nun glutenfreies Essen, Sportgeräte sowie technisches Equipment in Form einer SIM-Karte und eines Notebooks.
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Djokovic-Familie: Novaks Festhalten hat nur politischen Grund

Quelle: Perform

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