Australian Open: Novak Djokovic aus dem Draw gestrichen - diese Spieler profitieren von Ausweisung der Stars
Das Fehlen von Novak Djokovic bei den Australian Open hat natürlich Auswirkungen auf das sogenannte Draw. Eigentlich wäre der Titelverteidiger in Runde eins auf seinen serbischen Landsmann Miomir Kecmanovic getroffen. Der bekommt es stattdessen mit dem Italiener Salvatore Caruso zu tun, der als Lucky Loser der Qualifikation nachrückt. Eine neue Nummer eins in der Setzliste gibt es nicht.
Novak Djokovic trainiert bei den Australian Open
Fotocredit: Getty Images
Es ist erst das vierte Mal seit Beginn der Open Era im Tennis im Jahr 1968, dass ein Grand-Slam-Turnier kurzfristig ohne die Nummer eins der Setzliste über die Bühne gehen muss.
Zuletzt war dies 2009 der Fall, als Rafael Nadal in Wimbledon fehlte. In der Saison 1999 gab es gleich zwei solcher Fälle: Bei den Australian Open ging Marcelo Rios nicht an den Start, die US Open mussten auf Pete Sampras verzichten - vor allem aus sportlicher Sicht herbe Verluste für die Turniere.
Das ist im Fall Djokovic nicht anders.
"Unabhängig davon, wie dieser Punkt erreicht wurde, ist Novak einer der größten Champions unseres Sports, und sein Fehlen bei den Australian Open ist ein Verlust für das Spiel", teilte etwa die Profiorganisation ATP mit.
Eurosport-Expertin Barbara Schett, die viermal im Achtelfinale von Melbourne stand, bezeichnete das Fehlen des Rekordturniersiegers ebenfalls als "sportlichen Verlust".
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'It’s a bit of a relief for the Australian population' – Schett on Djokovic visa row
Quelle: Eurosport
Das Pech der Nummer eins der Welt verhilft nun der Nummer 150 im Ranking zum Glück. Salvatore Caruso war in der letzten Qualifikationsrunde mit 4:6, 3:6 am Japaner Taro Daniel gescheitert.
Djokovic-Urteil hat Auswirkungen auf Zverev
Als Lucky Loser rückt er nun aber für Djokovic nach. Das beste Melbourne-Resultat des 29-Jährigen ist der Zweitrundeneinzug aus dem Vorjahr.
Und auch für Deutschlands Hoffnungsträger Alexander Zverev könnte der Fall Djokovic - zumindest indirekt - Auswirkungen haben.
Als Nummer drei der Welt war der Hamburger in der selben Hälfte des Tableaus wie der Serbe positioniert. Hätten die beiden Topspieler ihre Favoritenrollen ausgefüllt, wäre es im Halbfinale zum direkten Aufeinandertreffen gekommen.
Die Chancen für Zverev auf den ersten Grand-Slam-Titel der Karriere sind damit ein wenig gestiegen.
Podcast Das Gelbe vom Ball - Becker blickt auf Australian Open voraus
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