Dass Hawke überhaupt die Befugnis hat, ein bereits erteiltes - und im Fall von Djokovic sogar gerichtlich erstrittenes Visum - zu kippen, liegt an einer Besonderheit der australischen Gesetzgebung.
Diese sieht vor, dass der Einwanderungsminister Visa im Fall eines "nationalen Interesses" widerrufen kann.
Flüchtlingsorganisationen äußerten immer wieder Kritik an der konservativen Asylpolitik, die auch zur Abschreckung missbraucht werde.
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"Das sind persönliche ministerielle Vollmachten, von denen Minister Hawke Gebrauch machen kann", erläuterte indes Premierminister Scott Morrison. Weiter werde er sich dazu aber im Moment nicht äußern.

Skurrile Situation für Djokovic

Unterdessen geht die Djokovic-Saga in die nächste Runde beziehungsweise nächsten Tag.
Für den Weltranglistenersten eine skurrile Situation: Auf der einen Seite steht nach der Auslosung fest, dass er in Runde eins auf seinen Landsmann Miomir Kecmanovic trifft. Auf der anderen Seite könnte es sein, dass Djokovic schon in Kürze Koffer packen und das Land verlassen muss.

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