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Behörden prüfen Einreise-Angaben von Djokovic - Einwanderungsminister verschiebt Entscheidung
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Publiziert 11/01/2022 um 07:48 GMT+1 Uhr
Novak Djokovic hat nach seinem juristischen Teilerfolg erneut auf der Anlage der Australian Open in Melbourne trainiert. Unterdessen prüfen die australischen Behörden laut lokaler Medien, ob die Angaben des neunmaligen Turniersiegers auf den Einreiseformularen korrekt gewesen sind. Djokovic hatte die Frage, ob er in den 14 Tagen vor dem Flug nach Australien gereist war, mit einem Nein beantwortet.
Im Training: Novak Djokovic
Fotocredit: SID
Dies zeigen die vom Gericht veröffentlichten Dokumente. Laut der Zeitung "The Age" und "Sky News" soll der 34-Jährige allerdings in dem Zeitraum von Belgrad nach Spanien gereist sein, von wo er sich schließlich auf den Weg nach Melbourne machte. Einträge in den Sozialen Medien belegen dies. Noch immer muss Djokovic einen Entzug der Aufenthaltsgenehmigung befürchten.
Auf dem Dokument wird auch ausgeführt, dass falsche Informationen "ein schwerwiegender Verstoß" seien.
"Die Erteilung falscher oder irreführender Auskünfte kann auch zivilrechtlich geahndet werden", heißt es weiter. Die Höchststrafe beträgt dabei 12 Monate Haft.
Allerdings erklärte Djokovic bereits den Grenzbeamten, dass die Einreiseformulare von Tennis Australia ausgefüllt wurden. Daher steht nicht fest, ob der Serbe dafür belangt werden kann.
Einwanderungsminister verschiebt offenbar Visum-Entscheidung
Am Montag hatte ein Gericht in Melbourne die Annullierung von Djokovics Visums durch die australischen Grenzschutzbehörden wieder aufgehoben und ihn aus der Unterbringungseinrichtung für Ausreisepflichtige entlassen, in der er sich seit seiner Ankunft befand.
Djokovic ist ungeimpft und beruft sich in einer medizinischen Ausnahmegenehmigung auf seinen Status als Genesener nach seiner zweiten Coronainfektion, die am 16. Dezember festgestellt worden sein soll.
Der Minister für Einwanderung, Alex Hawke, hatte nach den Entscheidungen vom Montag angekündigt zu prüfen, ob er Djokovic mit seiner persönlichen Entscheidungsgewalt erneut die Aufenthaltsberechtigung entzieht.
"Im Einklang mit einem ordnungsgemäßen Verfahren wird Minister Hawke die Angelegenheit gründlich prüfen", teilte ein Sprecher am Dienstag mit: "Da die Angelegenheit noch nicht abgeschlossen ist, ist es aus rechtlichen Gründen nicht angebracht, weitere Kommentare abzugeben."
Es deutete sich am Dienstag aber kein Beschluss darüber an.
Ein Sprecher des Ministers erklärte: "Wie bereits gestern vor Gericht erklärt, erwägt Herr Hawke, ob er das Visum von Herrn Djokovic unter Anwendung des Paragraphen 133(C)3 im Migration Act storniert. Da die Angelegenheit noch nicht abgeschlossen ist, ist es aus rechtlichen Gründen nicht angebracht, weitere Kommentare abzugeben.
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Djokovic-Onkel attackiert Regierung: "Wie eine Falle für Tiere"
Quelle: Perform
Djokovic Gesprächsthema Nummer eins in Down Under
Am Tag nach dem aufwühlenden Gerichtskrimi bewegte er sich in einer trügerischen Normalität. Der serbische Tennisstar trainierte in seinem "Wohnzimmer" auf dem Center Court der Australian Open und thronte, wie selbstverständlich, ganz oben auf der frisch veröffentlichten Setzliste des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres.
In Melbourne ist der "Djoker" ohne Frage das Gesprächsthema Nummer eins - auch unter den weiteren Teilnehmern der Australian Open. Der Australier Nick Kyrgios äußerte sich "ziemlich beschämt" über den Umgang mit Djokovic in seinem Heimatland. "Wir wollen, dass die besten Spieler dabei sind", sagte der dreimalige Grand-Slam-Sieger Andy Murray: "Ich denke aber, es gibt noch einige Fragen zu beantworten."
Und Niki Pilic, einst Davis-Cup-Kapitän von Deutschland und Trainer von Djokovic, betonte in serbischen Medien, dass das "Drama von Australien" seinen früheren Schützling weiter stärken werde.
Die Spielervereinigung ATP hatte zuvor schon die aufwühlenden Ereignisse als "an allen Fronten schädlich" bezeichnet. Dabei bleibt es. Und die Hängepartie geht weiter.
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(mit SID)
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Auseinandersetzungen zwischen Djokovic-Fans und Polizei in Melbourne
Quelle: SNTV
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