Australian Open: Andy Murray gewinnt epische Fünf-Stunden-Schlacht gegen Thanasi Kokkinakis - Drama in Runde zwei
Andy Murray hat bei den Australian Open ein episches Zweitrunenduell gegen Thanasi Kokkinakis 4:6, 6:7 (4:7), 7:6 (7:5), 6:3, 7:5 gewonnen. Der dreimalige Grand-Slam-Champion verwandelte nach 5:45 Stunden seinen ersten Matchball um 4:06 Uhr morgens Ortszeit gegen den Australier und krönte damit eine fulminante Aufholjagd nach 0:2-Satzrückstand. Nächster Gegner des Briten ist Roberto Bautista-Agut.
2. Runde: Murray übersteht 5:45-Stunden-Fight mit Kokkinakis - Highlights
Quelle: Eurosport
Bereits in der ersten Runde hatte Murray den Italiener Matteo Berrettini in einem Marathon-Match über fünf Sätze und 4:49 Stunden niedergekämpft.
Nun setzte der Olympiasieger von 2012 dem Wahnsinn die Krone auf: Murray krönte eine fulminante Aufholjagd gegen Lokalmatador Kokkinakis und verwandelte nach 5:45 Stunden um 04:06 Uhr morgens Ortszeit seinen ersten Matchball zum Einzug in die dritte Runde.
Der 35-Jährige ist damit nun der Spieler, der in der Geschichte die meisten 0:2-Satzrückstände bei Grand-Slam-Turnieren wettgemacht hat (elf).
"Es ist unglaublich. Ich weiß nicht, wie ich das hier nochmal umgedreht habe. Ich habe einfach ein großes Herz", sagte Murray ungläubig im Sieger-Interview, während die Zuschauer in der Margaret Court Arena tosenden Applaus spendeten.
"Thanasi hat unglaublich gespielt und sehr gut serviert. Seine Vorhand war gigantisch", lobte Murray weiter seinen Gegner, der lange Zeit wie der sichere Sieger aussah.
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Der Matchball: Murray vollendet mit Longline-Hammer
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Murray: "Versuche immer, mein Herz auf dem Platz zu lassen"
Beim Stande von 6:4, 7:6 (7:4) und 5:3 servierte Kokkinakis bereits zum Matchgewinn. Murray blieb jedoch in der entscheidenden Phase im Hexenkessel von Melbourne cool, holte sich das Rebreak und leitete somit sein furioses Comeback ein.
Der dreimalige Grand-Slam-Sieger holte sich zunächst den dritten Satz im Tiebreak und blieb auch im Anschluss weiter am Drücker. Im vierten Durchgang reichte ihm ein Break zum zwischenzeitlichen 4:2, das er in der Folge verteidigte, um die Partie auszugleichen.
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"Ich habe ein großes Herz": Murray erklärt nächstes Marathon-Match
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Im entscheidenden fünften Satz ließ Murray dann insgesamt sieben Breakbälle liegen, ehe er Kokkinakis doch noch den Aufschlag zum 6:5 abnahm und den Sieg letztlich bei eigenem Service unter Dach und Fach brachte.
"Ich kenne mich mit Fünfsatz-Matches aus. Auf diese Erfahrung habe ich mich berufen. Meine Liebe zum Wettkampf, meine Liebe zum Sport und mein Respekt haben mir dabei geholfen", erklärte der Brite und betonte: "Ich liebe den Wettkampf und habe immer versucht, mein Herz und meine Emotionen auf dem Platz zu lassen. Dafür bin ich über die Jahre hinweg oft kritisiert worden, aber das ist das, was ich bin und was mich ausmacht."
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"Irre!": Ballwand Murray bringt Kokkinakis zur Verzweiflung
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Murray dankt den Fans
Einzig Rafael Nadal und Novak Djokovic lieferten sich 2012 im Finale der Australian Open ein Duell, das noch acht Minuten länger dauerte als die Partie zwischen Murray und Kokkinakis.
"Vielen Dank an alle, die hier geblieben sind. Es ist lächerlich, wie spät es geworden ist. Ihr hättet das alle nicht machen müssen, aber es hat mir wirklich geholfen. Die Atmosphäre war unglaublich", sprach Murray den Fans ein Extralob aus und ergänzte mit einem Augenzwinkern: "Jetzt sollten wir aber alle zusehen, dass wir ins Bett kommen."
Schließlich muss der Routinier bereits am Samstag wieder ran. Sein Gegner ist der an Nummer 24 gesetzte Spanier Roberto Bautista-Agut.
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"Was soll der Scheiß?": Kokkinakis giftet gegen Schiedsrichterin
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