Australian Open 2023: Korda schlägt Hurkacz in dramatischem Fünf-Satz-Thriller

Sebastian Korda hat bei den Australian Open erstmals das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers erreicht. Der US-Amerikaner besiegte im Achtelfinale den höher gerankten Polen Hubert Hurkacz nach 3:28 Stunden Spielzeit 3:6, 6:3, 6:2, 1:6, 7:6 (10:7). In der Runde der letzten Acht trifft der Medvedev-Bezwinger nun auf den Russen Karen Khachanov, der Yoshihito Nishioka 6:0, 6:0, 7:6 (7:4) schlug.

Drama, Baby! Überragender Korda-Matchball im Match-Tiebreak

Quelle: Eurosport

Sebastian Korda führte im Match-Tiebreak des fünften Satzes schon 7:3, Hubert Hurkacz glich jedoch zum 7:7 aus und hatte sogar noch einen eigenen Aufschlag. Korda gelang dann aber das entscheidende Mini-Break.
"Ich wollte so ruhig bleiben, wie es nur geht - aber das war natürlich schwer", sagte der Sohn des früheren Australian-Open-Siegers Petr Korda. "Der Tiebreak war brutal. Ich bin sehr froh, dass ich gewonnen habe", sagte der 22-Jährige.
"Von Korda werden wir in Zukunft noch ganz viel hören", meinte Eurosport-Expertin Barbara Rittner: "Er hat absolut das Potenzial, ein Top-Ten-Spieler zu werden. Es ist nicht leicht, den Fokus über fünf Sätze zu halten. Satz zwei und drei waren überragend. Diese Erfahrung wird ihn ein ganzes Stück weiterbringen."
Hurkacz verpasste es dagegen, als erster Pole überhaupt die Runde der letzte Acht in Melbourne zu erreichen. Der 25-Jährige hatte in der zweiten und dritten Runde ebenfalls über fünf Sätze auf dem Platz gestanden und kratzte bei seinen vier Auftritten die 13-Stunden-Marke an Gesamtspielzeit.

Auger-Aliassime gescheitert

"Unter der Dusche werde ich ein bisschen schreien", sagte Korda, der sich zunächst eher zurückhaltend über seinen Erfolg freute. Sein Vater hatte 1998 die Australian Open gewonnen, nun spielt er selbst gegen Karen Khachanov um den Halbfinaleinzug.
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Achtelfinale: Korda ringt Hurkacz in fünf Sätzen nieder - Highlights

Quelle: Eurosport

Ausgeschieden ist dagegen der 22 Jahre alte Geheimfavorit Félix Auger-Aliassime.
Der an Sechs gesetzte Kanadier verlor überraschend gegen den ein Jahr jüngeren tschechischen Weltranglisten-71. Jiri Lehecka 6:4, 4:6, 6:7 (2:7), 6:7 (3:7).
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Achtelfinale: Lehecka überrascht Auger-Aliassime - Highlights

Quelle: Eurosport

Lehecka überrascht in Melbourne

"In den zwei Tiebreaks habe ich einfach schlecht gespielt", sagte Auger-Aliassime später auf der Pressekonferenz selbstkritisch: "Mein Level ist einfach nicht da, wo ich es gerne hätte."
Lehecka konnte es da noch nicht so recht fassen. "Hätte mir vor dem Turnier jemand gesagt, dass ich das Viertelfinale erreiche, hätte ich es nicht geglaubt", sagte der Mann aus Mlada Boleslav, der zuvor schon Cameron Norrie (Großbritannien/Nr. 11) bezwungen hatte: "Ich bin super aufgeregt, was jetzt als nächstes kommt. Ich hoffe, es geht noch weiter."
Im Viertelfinale trifft der Tscheche nun aber auf einen der Turnierfavoriten, Stefanos Tsitsipas (Griechenland/Nr. 3). Der Grieche rang Jannik Sinner (Italien/Nr. 15) in vier Stunden 6:4, 6:4, 3:6, 4:6, 6:3 nieder.
Als bislang größten Karriere-Erfolg hatte Lehecka 2022 das Finale der Next Generation ATP Finals erreicht, war dort aber dem US-Amerikaner Brandon Nakashima unterlegen. Turniersiege gelangen dem 21-Jährigen bislang nur auf der Challenger Tour (sechs). In der Weltrangliste wird der Tscheche nach den Australian Open in den Top 40 geführt werden.
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Lehecka düpiert Auger-Aliassime - der Matchball

Quelle: Eurosport

Herren-Ergebnisse am Sonntag:

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Ohje! Hurkacz fällt mit Aufschlagsanzeige um

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(mit SID)
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"Der brennt!" Korda-Coach Stepanek geht richtig ab

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Im entscheidenden Tiebreak: Hurkacz zeigt Nerven

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