Australian Open - Alexander Zverev wirft Carlos Alcaraz im Viertelfinale mit einer Sensationsleistung aus dem Turnier
Alexander Zverev hat mit einer Gala-Vorstellung gegen Carlos Alcaraz das Halbfinale bei den Australian Open 2024 in Melbourne erreicht. Der Olympiasieger aus Hamburg schlug den Weltranglistenzweiten 6:1, 6:3, 6:7 (2:7), 6:4. Im Kampf um den Einzug ins Endspiel wartet nun Daniil Medvedev. Der US-Open-Champion von 2021 setzte sich 7:6 (7:4), 2:6, 6:3, 5:7, 6:4 gegen Hubert Hurkacz durch.
Viertelfinale: Zverev bringt Alcaraz zu Fall - Highlights
Quelle: Eurosport
"Ich habe sehr, sehr schnell und aggressiv angefangen, was er vielleicht so nicht erwartet hat. Im dritten Satz war es ein bisschen kompliziert, aber ich bin natürlich froh, dass ich es in vier Sätzen beendet habe", erklärte Alexander Zverev im Eurosport-Interview. "Die Taktik heute war, dass ich ein aggressives Match spielen muss. Das hat gut geklappt."
"Eine sagenhafte Leistung. Unglaubliches Niveau von Sascha", lobte Eurosport-Experte Boris Becker.
Zverev erwischte vor den rund 15.000 Zuschauern in der Rod Laver Arena einen perfekten Start.
Der Hamburger servierte stark und knöpfte Alcaraz dessen erstes Aufschlagspiel zu null ab.
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Zverev exklusiv nach Gala: "Hat Alcaraz so nicht erwartet"
Quelle: Eurosport
Ganze acht Minuten waren gespielt, da führte Zverev bereits 3:0. "Carlos hat sein Timing in den Grundschlägen noch nicht gefunden. Zverev sieht das natürlich und sucht seine Chance", analysierte Becker.
Tatsächlich diktierte Zverev den ersten Satz nach Belieben, während die Nummer zwei der Welt ungewohnt viele und teils einfache Fehler einstreute. Die Quittung: Alcaraz musste ein weiteres Break (1:5) hinnehmen.
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Becker begeistert: "So gewinnt Zverev die Australian Open"
Quelle: Eurosport
Kein halbe Stunde war gespielt, da schnappte sich Zverev mit einem Ass die Satzführung. "Diese offensive Ausrichtung, die muss er beibehalten", lobte Becker den bis dato tadellosen Auftritt des 26-Jährigen.
Alcaraz, der alleine im ersten Satz elf unforced errors produzierte, schüttelte sich und kam in der Folge besser zurecht.
Becker: "Der beste Zverev, den ich je gesehen habe"
Es war beeindruckend, wie Zverev damit umging. Der Weltranglistensechste hielt sein Niveau hoch und setzte mit dem Break zum 4:3 den nächsten Nadelstich. "Alcaraz wackelt", befand Becker.
Und Zverev blieb dran, auch beim Return. Im neunten Spiel breakte der Hamburger den zweimaligen Grand-Slam-Turniersieger zum 6:3. Die Partie zwar zu diesem Zeitpunkt exakt 71 Minuten alt.
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Alcaraz patzt erneut! Zverev ganz cool zur 2:0-Satzführung
Quelle: Eurosport
"Absolut weltklasse, der beste Zverev, den ich je gesehen habe", entfuhr es Becker. "Er gibt Alcaraz keine Zeit, sich zu positionieren."
Zverev blieb seiner mutigen, präzisen Linie treu. Im vierten Spiel holte sich der 26-Jährige das nächste Break (3:1).
Alcaraz krallt sich den Tiebreak
Alcaraz bekam den Fuß allerdings noch einmal in die Türe. Der 20-Jährige realisierte sein erstes Break, als Zverev zum Matchgewinn servierte. Kurz darauf kam der Youngster zum Ausgleich (5:5).
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Zverev strauchelt im Tiebreak - Alcaraz verkürzt!
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"Sascha muss jetzt die Nerven bewahren, so kurz vor der Ziellinie", warnte Becker, bevor es kurz darauf in den Tiebreak ging. Normalerweise eine Paradedisziplin für Zverev, der die bisherigen fünf Tiebreaks im Laufe des Turniers für sich entschieden hatte.
Dieses Mal aber zog er den Kürzeren. Zverev ging zwar mit 2:0 in Führung, verlor dann aber sieben Ballwechsel (!) in Serie. Alcaraz war zurück im Match.
Kyrgios exklusiv über Zverev: "Tadelloses Tennis"
"Carlos ist der beste 'Shot Maker', den wir auf der Tour haben - und das hat er in diesem Tiebreak des dritten Satzes gezeigt", befand Nick Kyrgios, der das Viertelfinale für Eurosport begleitete.
Der vierte Satz begann mit Breaks auf beiden Seiten, in der Folge war es ein Duell komplett auf Augenhöhe. Das Niveau der Partie war nun auf dem Höhepunkt, Zverev und Alcaraz rissen die Fans von den Sitzen.
Im neunten Spiel schaffte Deutschlands Nummer eins dann das Break zum 5:4. Bei eigenem Aufschlag macht er das Weiterkommen nach 3:05 Stunden perfekt.
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"Er hat es! ER HAT ES!" Zverev verwandelt Matchball gegen Alcaraz
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"Es war von seiner Seite aus tadelloses Tennis. So gegen einen Spieler wie Alcaraz aufzuschlagen, ist fast absurd", staunte Kyrgios. "Ich bin auch ein guter Aufschläger, aber ich glaube, das habe ich noch nicht geschafft. Der dritte und vierte Satz waren eigentlich noch beeindruckender, vor allem weil Alcaraz zurückgekommen ist. Zverev war in der Lage, einen klaren Kopf zu bewahren und sich zu beherrschen. Er hatte heute wirkliche Gegenwehr."
Medvedev wartet im Halbfinale
Am Freitag kommt es nun im Kampf um den Einzug ins Endspiel zum Kräftemessen mit Daniil Medvedev. Der 27-Jährige steht zum dritten Mal nach 2021 und 2022 im Halbfinale von Melbourne, wartet aber noch auf sein erstes Finale down under.
Im direkten Vergleich mit Zverev führt Medvedev 11:7, den bis dato letzten Vergleich bei den ATP Finals 2023 in Turin gewann ebenfalls der Russe.
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