Alexander Zverev gegen Jannik Sinner unterlegen – Boris Becker analysiert das Finale taktisch: Kein einziger Breakball

Boris Becker hat das Finale der Australian Open 2025 zwischen Jannik Sinner und Alexander Zverev (6:3, 7:6 [7:4], 6:3) ausführlich für Eurosport analysiert. Der siegreiche Italiener sei ein "würdiger Titelverteidiger", befand der 57-Jährige in der Sendung "Matchball Becker". Außerdem zeigte der frühere Tennis-Profi die taktischen Aspekte für die glatte Niederlage Zverevs auf.

Becker analysiert Zverevs Finale: "Das ist für mich der Schlüssel"

Quelle: Eurosport

"Auch in einem Grand-Slam-Finale musst du eben die mentale Stärke besitzen, dein Spiel umzusetzen", lobte Becker den gnadenlosen Sinner nach seinem insgesamt dritten Grand-Slam-Titel. 
Becker, selbst sechsfacher Major-Titelträger erklärte: "Man muss ein Kompliment an Jannik Sinner aussprechen. Die Nummer eins der Welt hat gezeigt, dass er ein würdiger Titelverteidiger ist."
Becker brachte es auf den Punkt: "Er hat sein bestes Match im Finale gezeigt und Sascha Zverev eben nicht. Deshalb geht dieser Sieg auch relativ glatt in Ordnung."
Selbst beim Matchball behielt Sinner direkt beim ersten Versuch die Nerven: "Der war gut herausgespielt mit dem Rückhand-Cross und dann ein toller Moment", beschrieb Becker den Championship-Point.

Boris Beckers Taktik-Analyse: Return-Position und Breakbälle

Taktisch machte der Experte drei Aspekte aus, die Sinner letztlich zum Sieger machten:
Erstens seine Return-Position bei Zverevs zweiten, langsameren Aufschlägen. Hier wagte der Südtiroler auch im Vergleich zum bisherigen Turnierverlauf mehr, wollte direkt angreifen und positionierte sich deshalb deutlich weiter hinten - mit Erfolg.
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Becker exklusiv zum Finale: "Es war Sinners bestes Match"

Quelle: Eurosport

Für die Niederlage Zverevs sei aber nicht nur ein starker Sinner verantwortlich - sondern auch der 27-Jährige selbst. Am Netz fand er nicht zu seinem Spiel, brachte nur etwa 50 Prozent dieser Bälle gewinnbringend ins gegnerische Feld.
Auch deshalb erspielte sich Zverev im gesamten Finale keinen einzigen Breakball. Sinner hingegen bekam gleich zehnmal die Chance dazu. Einen Breakball nutzte der 23-Jährige im ersten Satz und einen im dritten. Dadurch gewann er beide Durchgänge letztlich jeweils mit 6:3.
Ein weiterer Schlüssel für den Ausgang des Endspiels in Melbourne: "Sinner hat die Grundlinie kontrolliert, Zverev nicht. Das ist für mich der Schlüssel des Erfolgs beziehungsweise der Niederlage", erklärte Becker am Taktik-Screen von Eurosport.
Er zeigte auf, dass Zverev 42 Prozent seiner Bälle aus dieser Position nahm, Sinner hingegen gleich 62 Prozent. Der Hamburger positionierte sich stattdessen in 41 Prozent seiner Schläge hinter der Grundlinie, Sinner returnierte nur in 25 Prozent der Fälle aus dieser sichereren, abwartenden Stellung.
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Tennis - Australian Open - Final - Sinner Press Conf UK

Quelle: Eurosport


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