Australian Open 2025: Proteste, Umzug und Mega-Comeback -Davidovich Fokina und Auger-Aliassime mit verrücktem Match
Update 16/01/2025 um 05:06 GMT+1 Uhr
Die Australian Open 2025 sind noch nicht mal eine Woche alt - und haben doch bereits ihr vielleicht verrücktestes Spiel erlebt. Die Zweitrundenpartie zwischen Félix Auger-Aliassime und Alejandro Davidovic Fokina hatte alles in sich, was ein Tennis-Drama braucht: Proteste, einen Platzwechsel und ein Mega-Comeback. Nach beinahe fünf Stunden Spielzeit stand dann auch endlich ein Sieger fest.
Australian Open highlights: Davidovich Fokina edges past Auger-Aliassime after chaotic thriller
Quelle: Eurosport
Gerade einmal sieben Spiele waren im Zweitrundenmatch zwischen dem Kanadier und dem Spanier gespielt, da trafen sich Profis, Stuhlschiedsrichter und der Supervisor erstmals am Netz.
Der Grund? Die lauten Geräusche, die von Nachbar-Platz 6 rüber auf den Court wehten und die Spieler merklich störten.
Auf dem sogenannten "Party-Court" spielten parallel zu Davidovich Fokina und Auger-Aliassime Jacob Fearnley - der kommende Gegner von Alexander Zverev – und Arthur Cazaux. Letzerer wurde von den französischen Anhängern vor Ort lautstark angefeuert.
Die bizarre Folge: Beide Spieler sammelten beim Stand von 4:3 im ersten Satz für Auger-Aliassime ihre Sachen ein und zogen auf Court 7 um.
Davidovich Fokina kämpft sich zurück
Der Kanadier schien mit dem Ortswechsel in der Folge besser zurechtzukommen. Der an Nummer 29 gesetzte Auger-Aliassime sicherte sich die ersten beiden Sätze jeweils im Tiebreak.
Davidovich Fokina, die Nummer 66 der Weltrangliste, stand nun vor der großen Aufgabe, einen 0:2-Satzrückstand noch einmal zu drehen - und schickte sich an, genau dies zu tun.
Die Sätze drei und vier gingen mit 6:4 und 6:1 an den 25-Jährigen. Die Partie ging also in den entscheidenden fünften Durchgang.
Spanier sorgt für minutenlange Unterbrechung
Und dieser sollte es in sich haben: Beim Stand von 3:2 aus seiner Sicht erhielt der Spanier eine Strafe für Zeitspiel, der Punkt wurde Auger-Aliassime gutgeschrieben. Offenbar hatte sich Davidovich Fokina bei einem Aufschlagspiel seines Gegners zu viel Zeit gelassen.
Die Entscheidung des Umpires erzürnte den Spanier sichtlich. Er wollte erneut den Supervisor auf den Platz kommen lassen, weigerte sich beim Stand von 0:40 aus seiner Sicht weiterzuspielen und verstrickte sich in minutenlange Diskussionen mit dem Schiedsrichter.
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'Why, why?' - Davidovich Fokina sits down mid-game as supervisor called for second time
Quelle: Eurosport
Davidovich Fokina krönt Mega-Comeback
Als sich der Spanier schließlich beruhigt hatte, schien er die Wut in Energie umwandeln zu können. Er holte sich den Satz mit 6:3 und sicherte sich nach 4:44 Stunden damit den Einzug in die dritte Runde. Nach dem Matchball stieß Davidovich Fokina einen entsprechend lauten Freudenschrei aus.
In der dritten Runde trifft er nun auf den Tschechen Jakub Mensík, der Casper Ruud überraschend aus dem Turnier warf. Bei einem Sieg stünde Davidovich Fokina erstmals bei einem Grand Slam im Achtelfinale.
Für einen echten Blockbuster hat er aber jetzt bereits gesorgt.
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