Australian Open: Jannik Sinner kämpft sich angeschlagen ins Viertelfinale - Drama in Melbourne gegen Holger Rune
Jannik Sinner hat bei den Australian Open trotz körperlicher Probleme das Viertelfinale erreicht. Der Weltranglistenerste siegte gegen Holger Rune 6:3, 3:6, 6:3, 6:2 und darf weiter von der erfolgreichen Titelverteidigung träumen. Der 23-Jährige wirkte aber ab dem zweiten Satz angeschlagen. Sinner schleppte sich über den Platz, zitterte und musste sich im dritten Durchgang lange behandeln lassen.
Tennis - Australian Open - Day 9 - Sinner - Rune - Sinner struggling moments
Quelle: Eurosport
Dabei sah es lange nach einem relativ entspannten Arbeitstag für den Südtiroler aus.
Sinner nahm seinem Gegner gleich das erste Aufschlagspiel ab und verteidigte jenen Breakvorsprung bis zum Satzgewinn (6:3).
Der Titelverteidiger profitierte dabei auch von den zahlreichen Unforced Errors des Dänen (15 in Satz eins).
Im zweiten Satz kippte das Spiel jedoch, was besonders auf die körperlichen Probleme Sinners zurückzuführen war.
"Es war sehr hart. Ich habe versucht, mental da zu bleiben und bin sehr dankbar für den Support der Fans, das ist zu 90 Prozent euer Verdienst heute", sagte Sinner im Anschluss: "Ich hatte einen sehr seltsamen Morgen, habe mich nicht einmal aufgewärmt. Ich wusste von Anfang an, dass ich leiden würde."
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Sinner quält sich durch: "Hatte einen seltsamen Morgen"
Quelle: Eurosport
Angeschlagener Sinner zittert auf der Bank
Ab Mitte des Satzes bewegte sich der 23-Jährige zunehmend schwerfällig und wirkte sichtlich angeschlagen.
Auf der Bank zitterte er sichtlich. Die hohen Temperaturen von rund 32 Grad in Melbourne könnten dabei eine Rolle gespielt haben.
Rune blieb davon zunächst unbeeindruckt und holte sich wenig später den Satzausgleich.
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Jannik Sinner bei den Australian Open in Melbourne
Fotocredit: Getty Images
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Achtelfinale: Sinner trotzt körperlichen Problemen - Highlights
Quelle: Eurosport
Sinner holt Satz drei nach langer Pause
Auch zu Beginn des dritten Satzes wirkte Sinner noch angeschlagen, hielt jedoch sein Service.
Beim Stand von 6:3, 3:6, 3:2 aus seiner Sicht verschwand der Weltranglistenerste schließlich insgesamt zwölf Minuten in der Kabine, nachdem er auf dem Platz bereits medizinisch untersucht worden war.
Zurück auf dem Court versuchte Sinner, die Punkte kürzer zu halten, und schaffte es tatsächlich, den Satz mit 6:3 für sich zu entscheiden.
Kurz zuvor hatte jedoch auch Rune, der mittlerweile ebenfalls angeschlagen wirkte und leicht zu humpeln begann, ein Medical Timeout genommen. In der entscheidenden Phase verlor der Däne zunehmend den Faden.
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Netzschraube bricht: Sinner und Rune mit Zwangspause
Quelle: Eurosport
Kaputte Schraube sorgt für nächste Unterbrechung
Es sollte aber noch kurioser und dramatischer kommen: Sinner demolierte mit einem harten ersten Aufschlag die Schraube, die das Netz fixiert, woraufhin die Partie für ganze 17 Minuten unterbrochen werden musste.
Sinner schien sich nun wieder etwas erholt zu haben und breakte Rune umgehend zum 2:1. Der Südtiroler hatte das Momentum klar auf seiner Seite und drängte nun auf die Vorentscheidung - mit Erfolg: Ein weiteres Break zum 5:2 brachte ihn dem Viertelfinale ein großes Stück näher.
Nach 3:14 Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball und steht damit zum dritten Mal in Melbourne in der Runde der letzten Acht. Sein nächster Gegner ist der australische Lokalmatador Alex de Minaur, der den US-Amerikaner Alex Michelsen mit 6:0, 7:6 (7:5), 6:3 ausschaltete
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Schwer angeschlagen: Sinner muss medizinisch behandelt werden
Quelle: Eurosport
Sinner gibt Update nach Sieg
Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel räumte Sinner ein, dass er körperlich zu kämpfen hatte: "Ich bin so spät wie möglich hierher gekommen und wusste, dass es heute sehr schwierig werden würde. Ich habe nicht nur gegen einen starken Gegner gespielt, sondern auch ein wenig gegen mich selbst."
Er erklärte weiter, dass er sich auf dem Platz nicht immer wohlgefühlt habe, was ihn manchmal dazu verleite, "ein bisschen nach links zu gehen". Dennoch betonte er, dass er keine Verletzungen habe: "Gesundheitlich habe ich ein bisschen zu kämpfen, aber mit Verletzungen kann ich gut umgehen."
Auch die Unterstützung des Turnierarztes während des Spiels hob er hervor: "Natürlich haben der Arzt und ich auf dem Platz ein bisschen geredet. Das hat mir heute geholfen und zeigt, wie gut dieses Turnier organisiert ist."
Shelton und Sonego im Viertelfinale
Ein möglicher Halbfinalgegner Sinners ist Ben Shelton, der beim Stand von 7:6 (7:3), 6:7 (3:7), 7:6 (7:2), 1:0 von der Aufgabe Gaël Monfils' profitierte.
Endstation war dagegen für den US-Youngster Learner Tien, der in Melbourne unter anderem Daniil Medvedev ausgeschaltet hatte. Der 18-Jährige musste sich dem Italiener Lorenzo Sonego trotz großem Kampf mit 3:6, 2:6, 6:3, 1:6 geschlagen geben.
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Bitteres Ende: Monfils muss gegen Shelton aufgeben
Quelle: Eurosport
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Achtelfinale: Shelton profitiert von Monfils-Aufgabe - Highlights
Quelle: Eurosport
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