Australian Open 2025 in Melbourne - Nick Kyrgios muss schon in Runde eins gegen Jacob Fearnley die Segel streichen

Nick Kyrgios hat bei seinem Grand-Slam-Comeback eine empfindliche Erstrunden-Niederlage vor heimischem Publikum in Melbourne hinnehmen müssen. Der Wimbledon-Finalist von 2022 scheiterte in der 1. Runde der Australian Open mit 6:7 (3:7), 3:6, 6:7 (2:7) an Jacob Fearnley aus Großbritannien. Kyrgios war sichtlich nicht im Vollbesitz seiner Kräfte und ließ sich während der Partie am Bauch behandeln.

1. Runde: Fearnley beendet die Kyrgios-Show - Highlights

Quelle: Eurosport

Es war definitiv nicht meine beste Leistung, aber volle Anerkennung für meinen Gegner. Er hat heute Abend wirklich gut gespielt, ich war beeindruckt von seinem Niveau", zeigte sich Nick Kyrgios als fairer Verlierer.
"Mit meinem körperlichen körperlichen Zustand vor dem Match war mir klar, dass ich beim Aufschlag gehemmt sein würde. Der Zeitpunkt der Bauchmuskelzerrung war nicht ideal, aber es ist, wie es ist", führte der Australier aus, der sich die Verletzung kurz vor Turnierbeginn zugezogen hatte.
Kyrgios war mit markigen Aussagen in den Happy Slam gegangen. "Das einzige, was ich jetzt anstrebe, ist ein Grand Slam", bekannte der 29-Jährige. Das sei das "einzige, was die Leute endlich zum Schweigen bringen wird", hatte Kyrgios betont.
Sportlich wurde er den Ankündigen letztlich nicht gerecht in Melbourne. "Große Worte vor dem Turnier, Taten sehen anders aus", erklärte Boris Becker bei Eurosport. "Ich bin gespannt, in welcher Form er wieder auftreten wird. Tennis ist ja sein Forum, sein Geschäftsmodell ist, glaube ich, etwas anderes", so die Tennis-Legende.

Kyrgios greift tief in die Trickkiste

Kyrgios, der zuletzt 2022 bei den US Open ein Grand-Slam-Turnier bestritten hatte, bot Jacob Fearnley im ersten Satz zwar Paroli, den Tiebreak verlor er aber mit 3:7.
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Tennis - Australian Open - Clip - Day 2 - HS Kyrgios underarm serve and shot in the back !

Quelle: Eurosport

Den zweiten Durchgang musste der Comebacker dann klar abgeben - und auch zu Beginn des dritten Durchgangs sah es nicht gut aus.
Fearnley, an Nummer 92 im ATP-Ranking notiert, zog dank eines Breaks auf 3:1 davon. Die Vorentscheidung? Nein. Kyrgios fightete, schaffte das Re-Break und riss das Publikum in der John Cain Arena mit teils zirkusreifem Spiel mit.

Kyrgios vergibt Satzball

Beim Stand von 5:4 hatte der Lokalmatador die Chance zum Break und Satzgewinn - er ließ sie liegen.
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Fearnley wiederum rettete sich in den Tiebreak, den er dominierte (7:2) und die Partie so nach insgesamt 2:19 Stunden zu seinen Gunsten entschied.
"Ich habe versucht, mein Bestes zu geben, in dem Zustand, in dem ich mich körperlich befand. Das bricht einem natürlich das Herz, weil ich natürlich gut spielen wollte", gab Kyrgios zu Protokoll. Er habe generell das "Gefühl gehabt, dass mein Niveau da ist".

Fearnley: "Wahrscheinlich mein bestes Spiel"

Beim Gegner war dies ohne Frage der Fall, auch wenn sich die Nachtruhe vor der Begegnung nicht einstellen wollte. "Ich war extrem nervös vor der Partie, habe nicht viel Schlaf bekommen", gab Fearnley nach seinem Coup zu. "Ich habe aber gut gespielt, es war ein großartiges Match, auch wenn es mir für Nick leidtut."
Für Fearnley wiederum war der Erfolg ein besonderer. "Wenn man alles in Betracht zieht, ist es wahrscheinlich mein bislang bestes Spiel gewesen", so der 23-Jährige.

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Frech und erfolgreich: Kyrgios spielt durch die Beine

Quelle: Eurosport


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