Australian Open 2026 in Melbourne: Alexander Zverev in der Zone - Zwischenprüfung bestanden, die Angst besiegt
Alexander Zverev hat, so viel steht nach vier Tagen Australian Open fest, bewiesen, dass man ihn in Melbourne auf der Rechnung haben muss. Es ist zwar noch ein verdammt langer Weg bis zum heiß ersehnten ersten Grand-Slam-Titel, die erste echte Zwischenprüfung hat der 28-Jährige aber bestanden. Und: Zverev steckte beim Sieg gegen Alexandre Müller einen kleinen Moment der Angst locker weg.
Becker-Analyse: Warum Zverev die Regenpause zugutekam
Quelle: Eurosport
"Es ist nicht der Paris-Fuß, deswegen hoffe ich, dass das alles in Ordnung sein wird." Die wichtigste Nachricht nach dem 6:3, 4:6, 6:3, 6:4 gegen Alexandre Müller lieferte Alexander Zverev im Eurosport-Gespräch. Der rechte Fuß, an dem er sich 2022 im Halbfinale der French Open gegen Rafael Nadal fürchterlicht verletzte (mehrfacher Bänderriss), ist nicht betroffen.
Der heikle Moment im vierten Satz, als der Weltranglistendritte Probleme am linken Fuß bekam und den Physiotherapeuten konsultieren musste, sollte nach Lage der Dinge keine negativen Nachwirkungen haben.
Er sei "ein bisschen ängstlich gewesen, weil es in Richtung Achillessehne ging - aber ich konnte mich danach wieder gut bewegen", führte Zverev auf der Pressekonferenz aus. Er sei "durchgerutscht" und habe den Fuß damit in die Überstreckung gebracht. "Das habe ich dann hinten in der Kapsel gemerkt, auch beim Aufschlag hatte ich beim Landen leichte Schmerzen."
Tatsächlich ließ sich Zverev weder vom linken Fuß noch von der Regenpause aus dem Rhythmus bringen.
Im Gegenteil: Zverev habe vor dem Regen mit dem Verlust des zweiten Satzes "eine kleine Krise" zu überstehen gehabt, befand Eurosport-Experte Boris Becker. "Die Unterbrechung hat Sascha geholfen. Der vierte Satz war dann sein wohl bester in der Partie. "Heute war es sehr windig, aber als das Dach nach der Regenpause zugegangen ist, habe ich den Ball perfekt auf dem Schläger gehabt", stieß Zverev in dasselbe Horn.
Zverev staunt: "So habe ich Müller noch nie spielen sehen"
Insgesamt habe ihm "vieles sehr gut gefallen" am zweiten Auftritt des Hamburgers, so Becker. Zverev glänzte vor allem in seinen Kernkompetenzen.
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Alexander Zverev - Alexandre Müller | 2. Runde | Highlights
Quelle: Eurosport
Der Australian-Open-Finalist von 2025 feuerte 18 Asse übers Netz, servierte im Schnitt mit 195 km/h und kam sowohl über den ersten als auch den zweiten Aufschlag auf eine deutlich bessere Punktquote als Müller. Die Zahl der Winner (45 zu 20) sprach ebenfalls klar zugunsten der deutschen Nummer eins.
Dabei soll nicht unterschlagen werden, dass der französische Gegner ein gutes Match zeigte und den Favoriten immer wieder vor Aufgaben stellte. "Das war ein sehr hohes Niveau von uns beiden - er hat unglaubliches Tennis gespielt. So habe ich ihn noch nie spielen sehen. Um ehrlich zu sein, bin ich froh, in vier Sätzen durch zu sein", räumte Zverev ein. Fast genauso wichtig: "Ich hatte heute Spaß!"
Zverev sieht Aufschwung bei Herausforderer Norrie
Den will Zverev zusammen mit seinem guten spielerischen Niveau ("Hauptsache das Level bleibt da") konservieren. Nächster Gegner am Freitag ist Cameron Norrie (live im TV bei Eurosport 1 und im Stream bei HBO Max), der erste gesetzte Herausforderer (26) für die Nummer drei des ATP-Rankings. Zverev ist klar favorisiert, von der bislang perfekten 6:0-Bilanz gegen den Briten wird er sich allerdings nicht blenden lassen.
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Zverev gibt bei Eurosport Entwarnung: "Es ist nicht der Paris-Fuß"
Quelle: Eurosport
2024 standen sich die beiden Profis schon einmal bei den Australian Open gegenüber, damals im Achtelfinale. Es war ein Fight auf Biegen und Brechen, den Zverev nach mehr als vier Stunden Spielzeit im Match-Tiebreak des fünften Satzes für sich entschied. "Cam hat Ende des vergangenen Jahres angefangen, wieder richtig gut zu spielen. Das wird ein harter Gegner", ist sich der Olympiasieger von 2021 sicher.
Zverev: "Ich muss mein Niveau durchziehen"
Ein kleines Fragezeichen aber bleibt, wie Zverev zugab. Der linke Fuß sei schon "ein bisschen dicker, wir werden morgen sehen, wie er reagiert." Läuft alles nach Plan, wird der dreimalige Grand-Slam-Finalist aber in guter körperlicher Verfassung antreten - und dann gilt nur noch der Zverev-Satz aus der Pressekonferenz: "Ich muss mein Niveau durchziehen."
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Becker exklusiv: "Gut, dass Zverev jetzt ein schwieriges Match hatte"
Quelle: Eurosport
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