Australian Open - Boris Becker analysiert Auftaktsieg von Alexander Zverev gegen Diallo: Darum kam die Dominanz zurück

Alexander Zverev hat zum Auftakt der Australian Open zwei Gesichter gezeigt, ein zweifelndes und ein dominantes. Verwunderlich, aber erklärbar, wie Boris Becker sagt. "Die Vorhand ist weiter die Achillesferse - gerade zu Beginn des Matches, wenn er zu passiv anfängt", so der Eurosport-Experte. Diese unnötige Zurückhaltung ließ sich gegen Gabriel Diallo an einer bemerkenswerten Statistik ablesen.

Becker-Analyse: So schaffte Zverev den Turnaround

Quelle: Eurosport

Es hat fast schon Tradition, dass Alexander Zverev mit einem Satzverlust in die Australian Open startet. Viermal in den vergangenen sechs Jahren ist ihm dieses Missgeschick passiert, ausgeschieden ist er trotzdem nie.
Warum es zu Beginn immer wieder holprig wird, zeigte sich beim 6:7 (1:7), 6:1, 6:4, 6:2 gegen Gabriel Diallo im Tiebreak des ersten Satzes. Zverev servierte bei 1:5, blieb dann aber passiv. "Er hat die Chance, früh mit der Rückhand auf den Punkt zu gehen, spielt den Ball aber nur zurück, geht weit nach hinten. Überdies verschlägt er kurz darauf die Vorhand", analysiert Becker.
Eine Schwäche, die Zverev nach dem verlorenen Tiebreak abstellen konnte - was sie sich sofort in Zahlen niederschlug. Gab der 28-Jährige im ersten Durchgang bei eigenem Aufschlag 16 Punkte ab, waren es in den Sätzen zwei bis vier in der Addition nur sieben.
"Ich habe am Anfang sehr schlecht aufgeschlagen, aber es wurde besser, je länger das Match dauerte. Alle wissen, dass ich an diesem Schlag sehr hart arbeite", erklärte Zverev im Eurosport-Interview.
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Alexander Zverev bei den Australian Open 2026

Fotocredit: Getty Images

Tatsächlich ist es der Service, der beim Olympiasieger von 2021 den Unterschied macht zwischen purer Dominanz und arger Probleme gegen Spieler wie den Weltranglisten-41. Diallo.

Rittner lobt Zverev: "Immer besser, stabiler und aggressiver"

Positiv war allerdings die Art und Weise, wie Zverev den Schalter während der Partie umlegte. "Der Schlüssel war, die Gelassenheit zu behalten, auch wenn der Auftakt nicht so gut gelaufen ist. Ich fand es bemerkenswert, wie sehr er versucht hat, aggressiver zu spielen, mehr den Weg ans Netz zu suchen oder nach dem Aufschlag offensiv zu spielen, ranzugehen", lobte Eurosport-Expertin Barbara Rittner bei Eurosport.
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Alexander Zverev - Gabriel Diallo | 1. Runde | Highlights

Quelle: Eurosport

Zverev habe die Dinge, die "oft kritisiert werden, sichtbar und immer besser umgesetzt", so die ehemalige Bundestrainerin. "Ich finde, Sascha ist im Laufe des Matches immer besser, stabiler und aggressiver geworden."

Zverev schafft es unter drei Stunden

Der Lohn: Der Weltranglistendritte musste in den letzten drei Sätzen nur noch sieben Spiele abgeben, hielt die Partie bei nur 2:43 Stunden und sparte bei hohen Temperaturen Kräfte für die kommenden Aufgaben ein. "Gut, dass er nicht über fünf Sätze gegangen ist", befand Becker, der den Happy Slam 1991 und 1996 gewann.
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Becker lobt Zverevs Aussagen: "Das muss man ihm hoch anrechnen"

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"Ich bin zufrieden mit meiner Leistung im zweiten, dritten und vierten Satz, denn ich fand, dass ich da ein ziemlich hohes Niveau hatte", betonte Zverev auf der Pressekonferenz im Melbourne Park.

Zverev: "Hätte gerne mehr Partien gespielt"

Dabei dürfte der Vorjahresfinalist (Niederlage gegen Jannik Sinner) auch die dünne Vorbereitung im Kopf gehabt haben. "Ich hätte gerne mehr Partien beim United Cup gespielt, das ist klar", führte Zverev aus. Deutschlands Nummer eins bestritt vor dem ersten Grand Slam der Saison nur zwei Spiele, schlug Tallon Griekspoor und unterlag Hubert Hurkacz.
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Zverev exklusiv: "Ein Schlag, an dem ich sehr hart arbeiten muss"

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"Wo soll die Form denn herkommen? Sascha hatte zuvor eine lange Pause nach Turin, dann nur diese beiden Matches beim United Cup. Er mus sich jetzt erst im Turnier finden", unterstrich Becker.
Es komme nicht von ungefähr", dass der 28-Jährige bei den Australian Open häufig den ersten Satz im ersten Match verliere, aber: "So lange er hinten raus gewinnt, ist das kein Problem!"
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Zverev schlägt Diallo - der Matchball

Quelle: Eurosport


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