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Alexander Zverev startet mit Sieg in die Australian Open - Vier-Satz-Erfolg nach Fehlstart gegen Gabriel Diallo
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Publiziert 18/01/2026 um 12:42 GMT+1 Uhr
Alexander Zverev ist trotz eines Fehlstarts in Satz eins letztlich souverän in die Australian Open 2026 gestartet. Der an Nummer drei gesetzte Deutsche löste die knifflige Aufgabe in Runde eins gegen Gabriel Diallo (Kanada) in 2:43 Stunden mit 6:7 (1:7), 6:1, 6:4, 6:2. Im ersten Durchgang hatte der 28-Jährige allerdings erhebliche Mühe mit der aufschlagkräftigen Nummer 41 der Weltrangliste.
Alexander Zverev - Gabriel Diallo | 1. Runde | Highlights
Quelle: Eurosport
"Alexander Zverev verliert fast wie alljährlich den ersten Satz, aber hintenraus lief es dann ziemlich gut. Es war insgesamt eine sehr solide Leistung. Es war warm und daher gut, dass er nicht über fünf Sätze gegangen ist. In diesem Fall kann man wirklich sagen: 'Ende gut, alles gut'", analysierte Eurosport-Experte Boris Becker die Partie.
Zverev hatte erst gehadert, dann gekämpft und schließlich überzeugt: Der Hamburger ist erfolgreich in seine Titelmission bei den Australian Open gestartet.
Der Vorjahresfinalist bezwang in der ersten Runde den anfangs starken Kanadier Gabriel Diallo, zeigte in der Rod Laver Arena aber eine schwankende Leistung.
"Als ich die Auslosung gesehen habe, war ich nicht allzu erfreut, muss ich sagen", meinte der Deutsche nach dem Match. "Ich habe im ersten Satz nicht gut gespielt, aber er hat mir auch keinen Rhythmus gegeben. Ich habe dieses Jahr nicht viele Matches gespielt, musste erstmal rein kommen. Ab Satz zwei war das ein sehr gutes Match von mir", ergänzte er bei Eurosport.
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Becker lobt Zverevs Aussagen: "Das muss man ihm hoch anrechnen"
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So sah es auch Eurosport-Expertin Barbara Rittner. "Wir wissen, dass er manchmal etwas Probleme hat, ins erste Match zu finden. Aber auch der Gegner hat seinen Teil dazu beigetragen und hat unglaublich aggressiv gespielt. Nach dem Motto: Ich habe nichts zu verlieren. Ich finde, Sascha ist im Laufe des Matches immer besser, stabiler und aggressiver geworden."
Becker: Das ist die Achillesferse bei Zverev
Die Vorhand aber sei "weiter die Achillesferse, gerade am Anfang des Matches, wenn er zu passiv anfängt", so Becker. "Sascha erkennt natürlich dieses Problem, hat das verändert und zum Ende gut gespielt." Der Aufschlag bleibe freilich "die Grundlage seines Spiels".
Nach 2:43 Stunden verwandelte Zverev seinen Matchball und buchte zum zehnten Mal hintereinander das Ticket für die zweite Runde in Melbourne. Dort wartet der nächste ungesetzte Gegner auf den Hamburger: Der Australier Alexei Popyrin oder Alexandre Müller aus Frankreich, die erst am Montag gegeneinander spielen.
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Zverev exklusiv: "Ein Schlag, an dem ich sehr hart arbeiten muss"
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Diallo überrascht Zverev in Satz eins
Diallo sei "sehr jung, talentiert und aggressiv in seinem Spiel", lobte Zverev den über zwei Meter großen Aufschlagriesen nach dem Spiel.
Der Kanadier überzeugte nicht nur beim Service, er produzierte auch immer wieder starke Vorhandschläge und drängte Zverev teils weit hinter die Grundlinie. Zudem streute Diallo mehrere Stopps ein.
Zverev, schon häufiger holprig in ein großes Turnier gestartet, wirkte hingegen anfangs seltsam fahrig und legte im ersten Satz eine bedenkliche Körpersprache an den Tag. Auch seinen Schläger ließ er früh frustriert zu Boden fallen. Der Hamburger kämpfte sich zwar nach einem frühen Break-Rückstand nochmal ran, doch im Tie Break war Diallo zu stark.
"Ich habe am Anfang sehr schlecht aufgeschlagen", meinte der Deutsche bei Eurosport: "Es wurde besser und besser, je länger das Match dauerte. Aber alle wissen, dass das ein Schlag ist, an dem ich sehr hart arbeiten muss."
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Zverev schlägt Diallo - der Matchball
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Zverev steigert sich
Die frühe kalte Dusche in der Melbourner Mittagshitze entfaltete eine heilsame Wirkung auf Zverev. Der erste Aufschlag kam nun besser, zwei schnelle Breaks im zweiten Durchgang gaben dem Deutschen die Sicherheit zurück. Die Ballwechsel zwischen den beiden Aufschlagexperten blieben kurz und so dauerte es nur 31 Minuten bis zu Zverevs Satzausgleich.
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Launiges Interview mit Petkovic: Zverev lehnt Heiratsantrag ab
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"Nach dem ersten Satz dachte ich: 'Es kann nicht schlimmer werden'. Das ist die Wahrheit. Danach wurde es deutlich besser", meinte Zverev: "Ich traf meine Vorhand besser, meine Returns waren besser. Insgesamt war mein Spiel aggressiver. So muss ich spielen, das weiß ich. Ich brauche keine 58 Experten oder 80 Millionen Deutsche, die mir das sagen."
Auch anschließend blieb er konzentriert und nutzte nun auch kleinere Fehler Diallos aus. Nach einem Break-Gewinn am Netz zeigte Zverev die Faust. Die Sorgenfalten bei Trainer und Vater Alexander senior in der Box wurden kleiner, weil nun auch der erste Aufschlag gut kam. Diallo wechselte das Trikot und war plötzlich wie Zverev auch in weiß gekleidet, konnte die Niederlage aber nicht mehr verhindern.
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Becker-Analyse: So schaffte Zverev den Turnaround
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"Der Schlüssel war, diese Gelassenheit zu behalten, auch wenn der Auftakt nicht so gut gelaufen ist", meinte Expertin Rittner: "Er hat seine Routine ausgespielt. Ich fand es bemerkenswert, wie sehr er versucht hat, aggressiver zu spielen, mehr den Weg ans Netz zu suchen oder nach dem Aufschlag offensiv zu spielen, mehr ranzugehen. Alles, was oft kritisiert wird, hat er sichtbar versucht und immer besser umgesetzt."
Zverev unternimmt beim Turnier in Melbourne bereits seinen 40. Anlauf auf den ersehnten Titel bei einem der vier Major-Turniere. Neben ihm muss am Sonntag nur ein weiterer deutscher Profi ran: Yannick Hanfmann spielt im dritten Match des Tages auf dem kleineren Court 6 gegen den Qualifikanten Zachary Svajda (USA).
Wie er seinen Sonntag ausklingen lassen wollte, wusste Zverev indes noch nicht. "Vielleicht gehe ich ins Casino", sagte er: "Mein Bruder hat diese Woche viel Geld gewonnen. Ich hoffe, die Glückssträhne hält an."
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(SID)
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Trotz Schnürsenkel-Malheur: Diallo gewinnt Satz eins gegen Zverev
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