Stan Wawrinka bringt Melbourne mit Fünfsatz-Sieg bei Australian Open zum Toben - Emotionaler Sieg auf Abschiedstour
Stan Wawrinka hat auf seiner Abschiedstour bei den Australian Open für ein weiteres emotionales Highlight gesorgt. Der dreimalige Grand-Slam-Sieger aus der Schweiz bezwang den französischen Qualifikanten Arthur Géa nach einem Fünfsatz-Fight über 4:33 Stunden mit 4:6, 6:3, 3:6, 7:5, 7:6 (10:3). Der 40-Jährige, der am Saisonende seine Karriere beenden wird, geht letztmals in Melbourne an den Start.
Arthur Gea - Stan Wawrinka | 2. Runde | Highlights
Quelle: Eurosport
Wawrinka, der 2014 in Melbourne seinen ersten Grand-Slam-Titel holte, hatte mit seinem Auftaktsieg gegen den Serben Laslo Djere erstmals seit den French Open 2024 wieder die 2. Runde bei einem Major-Turnier erreicht.
Gegen den 21-jährigen Franzosen Géa lag der Publikumsliebling mit 1:2 in den Sätzen zurück, kämpfte sich aber wie so oft in seiner Karriere zurück.
Angepeitscht vom frenetischen Publikum in der Kia Arena sicherte sich Wawrinka den packenden vierten Satz (7:5) und trieb die Spannung damit auf die Spitze.
Der entscheidende fünfte Durchgang wurde dann zu einer wilden Achterbahnfahrt. Der Schweizer lag früh mit Break 2:0 vorne, verlor aber umgehend wieder sein Aufschlagspiel.
Die Entscheidung musste schließlich im Match-Tiebreak fallen, in dem Wawrinka im Gegensatz zu seinem Gegner, der von Krämpfen geplagt wurde, den fitteren Eindruck machte und letztlich einen spektakulären Fünfsatzsieg feierte.
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Wahnsinn! Wawrinka dreht im Match-Tiebreak die Zeit zurück
Quelle: Eurosport
Wawrinka emotional: "Ich brauche eure Energie"
In der dritten Runde bekommt es Wawrinka nun mit dem an Nummer neun gesetzten Taylor Fritz (USA) zu tun.
"Ich bin richtig kaputt. Es ist mein letztes Mal bei den Australian Open, deswegen versuche ich, so lange wie möglich dabei zu bleiben", scherzte Wawrinka im On-Court-Interview.
"Es ist so ein gutes Gefühl auf diesem Court zu spielen. Es war so laut, die Stimmung war überragend. Ich brauche eure Energie, ich bin nicht mehr der jüngste. Keine Ahnung, wie ich mich von diesem Match erholen soll", sagte er im Hinblick auf sein Drittrundenmatch und richtete abschließend noch ein paar Worte an die Fans:
"Ich möchte alles auf dem Platz lassen und mich pushen. Vielen Dank für eure Unterstützung!"
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Bier? Warum nicht! Wawrinka sorgt für Lacher
Quelle: Eurosport
Rittner adelt Wawrinka: "Da kann man nur beeindruckt sein"
Auch Eurosport-Expertin Barbara Rittner zeigte sich von der Leistung des Altstars beeindruckt.
"Seine Erfahrung hat ihm heute den Sieg gebracht. Er war im Match-Tiebreak völlig ruhig und ist nicht zu viele Risiken eingegangen, vor allem weil sein Gegner immer wieder mit körperlichen Problemen zu kämpfen hatte", sagte die Ex-Bundestrainerin und ergänzte:
"Das ist Stan Wawrinka mit mehr als 20 Jahren Tour-Erfahrung natürlich bewusst. Er hat dies gnadenlos ausgenutzt, aber auch brillant gespielt. Er hat gut aufgeschlagen, sich unglaublich gut bewegt - und das mit 40 Jahren ... Da kann man nur beeindruckt sein."
Für das Duell mit Fritz, dem US-Open-Finalisten von 2024, rechnet Rittner dem Schweizer durchaus Chancen aus. "Wenn er sich jetzt gut erholt, hat er meiner Meinung nach eine Chance gegen Taylor Fritz. Aber zuerst muss man sich von einem Match erholen, das über 4 Stunden und 32 Minuten gedauert hat."
Tsitsipas scheitert früh - Shelton und Musetti souverän
Ausgeschieden ist hingegen Stefanos Tsitsipas. Der Australian-Open-Finalist aus dem Jahr 2023 unterlag dem Tschechen Tomas Machac in einer umkämpften Partie mit 4:6, 6:3, 6:7 (5:7), 6:7 (5:7).
Damit hält die schwarze Grand-Slam-Serie des Griechen an: Der 27-Jährige ist bei den vergangenen sieben Auftritten bei Major-Turnieren nie über die 2. Runde hinausgekommen.
Ganz anders als Lorenzo Musetti (Italien) und Ben Shelton (USA). Die beiden Mitfavoriten feierten am Donnerstag souveräne Siege: Musetti bezwang Landsmann Lorenzo Sonego 6:3, 6:3, 6:4, Shelton ließ dem Australier Dane Sweeny keine Chance (6:3, 6:2, 6:2).
Eine herbe Enttäuschung erlebte dagegen Hubert Hurkacz. Der 28-jährige Pole, der im Vorfeld der Australian Open unter anderem Alexander Zverev beim United Cup geschlagen hatte, unterlag Ethan Quinn (USA) deutlich mit 4:6, 6:7 (5:7), 1:6.
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Wem gehört der Punkt? Kuriose Szene am Netz bei Swiatek-Match
Quelle: Eurosport
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