US Open: 148-jährige Serie um einhändige Rückhand von Stefanos Tsitsipas, Roger Federer, Stan Wawrinka und Co. gerissen
Publiziert 07/09/2026 um 23:38 GMT+2 Uhr
Bei den US Open ist eine 148-jährige Serie gerissen: Seit Wimbledon 1877 hatte es stets ein Spieler pro Saison mit einhändiger Rückhand in ein Major-Halbfinale geschafft. Mit dem Aus von Stefanos Tsitsipas bei den US Open 2026 endet die Serie, die zuvor unter anderem John McEnroe und Roger Federer aufrechterhalten hatten. "Es ist einfach schade, diese Show zu verlieren", klagte Tsitsipas.
Stefanos Tsitsipas und seine einhändige Rückhand schafften es bei den US Open bis ins Achtelfinale
Fotocredit: Getty Images
Dass der "traditionelle Klassiker" (die beidhändige Rückhand, Anm. d. Red.) nun "einem konkreten, einfältigen Stil" weiche, bedauerte der Grieche nach seiner Achtelfinal-Pleite gegen Ben Shelton (USA).
Der zweimalige Major-Finalist führte aus: "Ich glaube, dass Tennis in so vielen verschiedenen Spielstil-Varianten gespielt wurde. Nun spielt jeder praktisch dasselbe."
Der 28-Jährige analysierte zudem mögliche Gründe: Einerseits seien Courts langsamer geworden, zudem sehe er einen Rückgang an Persönlichkeiten, die sich auf einen konkreten Stil spezialisierten: Serve-and-Volley, Konterspieler oder Defensiv-Spezialisten. Gerade diese Unterschiede hätten den Tennissport aus seiner Sicht einst so interessant gemacht.
Tsitsipas, dessen Mutter Julia Salnikova in den 1980er und 1990er Jahren ebenfalls eine einhändige Rückhand pflegte, blickte in die Vergangenheit zurück: "Wenn man heute mit den 1950ern und 1960ern vergleicht, sieht man einen massiven Rückgang der einhändigen Rückhand. 97 oder 98 Prozent der Spieler spielten so. Jetzt haben sie nur noch zwei oder drei Prozent, es hat sich also komplett umgekehrt."
Diese Stars machten die einhändige Rückhand berühmt
Die Serie war in 148 Jahren seit Wimbledon 1877 aufrechterhalten worden – unter anderem durch John McEnroe (vor allem in den 1980er-Jahren), Pete Sampras (1990er), Roger Federer (vor allem 2000er Jahre), Stan Wawrinka (2010er), Tsitsipas (2019 bis 2023) und zuletzt Lorenzo Musetti (2024 und 2025).
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Die wohl bekannteste und ästetischte einhändige Rückhand spielte Roger Federer
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Neben Musetti und Tsitsipas scheinen derzeit nur die einhändigen Rückhandspieler Denis Shapovalov und Giovanni Mpetshi Perricard minimale Chancen auf den Start einer neuen Serie ab 2027 zu haben.
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