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Rainer Schüttler tritt nach Abstieg der Damen als Teamchef zurück - DTB stieg nach Niederlagen gegen Belgien und Türkei ab
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Publiziert 17/11/2025 um 20:58 GMT+1 Uhr
Rainer Schüttler ist nach dem Abstieg der deutschen Frauen aus der Weltgruppe des Billie Jean King Cup als Teamchef zurückgetreten. Das teilte der Deutsche Tennis-Bund (DTB) einen Tag nach dem enttäuschenden Abschneiden in den Playoffs des Nationenturniers mit. Die deutsche Mannschaft hatte in Ismaning gegen die Türkei und Belgien verloren und damit zum ersten Mal seit 2012 abgestiegen.
Rainer Schüttler ist als Teamchef der DTB-Damen zurückgetreten
Fotocredit: Getty Images
Am Tag danach sollte erstmal Ruhe herrschen rund um die deutschen Tennis-Frauen, "viel zu frisch" war der Schmerz des ersten Abstiegs seit 13 Jahren, die Aufarbeitung sei ein Thema für die kommenden Wochen - am Abend allerdings schuf Rainer Schüttler dann bereits Fakten: Der Teamchef erklärte noch am Montag seinen Rücktritt.
"Nach dem enttäuschenden Ausgang der Play-offs ist jetzt der richtige Zeitpunkt, Verantwortung zu übernehmen und Platz für neue Akzente zu machen", wurde Schüttler in einer Mitteilung des Deutschen Tennis-Bundes (DTB) zitiert.
Er habe die Aufgabe stets "mit großer Leidenschaft" ausgeübt, nun muss jemand anderes übernehmen. Der DTB will sich "in den kommenden Wochen" Zeit für die Analyse geben und "anschließend die Suche nach einer geeigneten Nachfolgerin oder einem geeigneten Nachfolger für das Amt des Teamkapitäns (Teamchef) aufnehmen".
Am Sonntag waren die deutschen Tennis-Spielerinnen durch ein 0:2 gegen Belgien im Billie Jean King Cup aus der Weltgruppe abgestiegen. Diese Niederlage "schmerzt sehr", sagte Chef-Bundestrainer Torben Beltz am Montagmittag dem "SID", und sie geht mit einem spürbaren Prestigeverlust einher. Die Zukunft des einstigen Australian-Open-Finalisten Schüttler, seit 2020 im Amt, war da bereits fraglich. "Er hat wirklich alles versucht", sagte Beltz noch.
DTB-Damen können Verletzungen nicht kompensieren
Doch am Ende wogen die verletzungsbedingten Absagen zu schwer. Nach Tatjana Maria und Laura Siegemund hatte auch Eva Lys, die beim 1:2 gegen die Türkei am Freitag noch zum Einsatz gekommen war, für die folgenreiche Partie gegen Belgien wegen Oberschenkelproblemen abgesagt. Ohne Top-50-Spielerin reichte es dann nicht.
Es kam zum großen Dämpfer, der spürbare Konsequenzen hat. Die DTB-Auswahl, einst zu Zeiten von Steffi Graf in den Jahren 1987 und 1992 Titelträger, rutscht vorerst raus aus dem Rampenlicht und muss im kommenden Jahr in einer Regionalgruppe Europa/Afrika ran. "Wieder aufzusteigen ist nicht einfach", hatte Schüttler schon am Sonntagabend gesagt und die Stirn in Falten gelegt: "Da muss alles zusammenkommen."
Abstieg mit Talenten zur Unzeit
Der Abstieg kommt zur Unzeit, denn eigentlich waren die Anzeichen der nun abgelaufenen Saison leicht positiv. Nach dem Abtritt einer starken Generation um Angelique Kerber und Andrea Petkovic machten Lys und auch die erst 20-jährige Ella Seidel zuletzt deutliche Schritte nach vorne.
"Ich glaube, das Wochenende spiegelt nicht den eigentlichen Stand unseres Damentennis wider. Da läuft es eigentlich in eine gute Richtung", sagte Beltz entsprechend. Sportlich sehe sich der DTB weiter "in der ersten Liga" - echte Weltklasse-Spielerinnen gibt es im deutschen Frauentennis aber weiterhin nicht.
Beltz und sein Team wollen daran mitarbeiten, dass sich dies wieder ändert und mehr Talente den Sprung in die Top 100 schaffen. Der Abstieg im Billie Jean King Cup soll nur eine schmerzliche Momentaufnahme bleiben.
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(SID)
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Quelle: Perform
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