Das Trio Boris Becker, Günther Bosch und Ion Tiriac entwickelte sich in den 1980er-Jahren zum Erfolgsmodell.
1985 avancierte der junge Leimener schließlich mit 17 Jahren zum bis heute jüngsten Wimbledon-Sieger der Geschichte.
Zusammen ließ das Team 1986 einen weiteren Triumph im All England Club folgen.
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Der Film zeichnet diesen Weg nach. Allerdings ist das Bild, das daraus entstanden ist, schief und unstimmig. So sieht es jedenfalls Becker.
"Ich habe großen Respekt vor Günther Bosch, und er war sicherlich auch sehr hilfreich, aber der starke Mann in meinem Team war eben Ion Tiriac und nicht Günther Bosch. Das hört man in Deutschland einfach nicht so gerne, aber es ist nun mal die Wahrheit", sagt Becker im Gespräch mit Eurosport-Moderator Matthias Stach.
  • Der komplette Podcast mit Becker und Stargast Zverev:
RTL habe durchaus die Chance gehabt, diese Wahrheit abzubilden, betont Becker.
"Ich habe mich oft mit den Herrschaften von RTL getroffen und wir haben uns unterhalten, wie man das vielleicht gemeinsam gestalten kann", so die Tennis-Ikone.

Becker: "Meine Hilfe wurde nicht beansprucht"

Er sei schließlich derjenige gewesen, "der das gelebt hat. Ich war nicht nur der Schauspieler, sondern wirklich der Tennisspieler und muss sagen, dass da ein, zwei Dinge anders stattgefunden haben." Aber: "Am Ende des Tages wurde meine Hilfe nicht beansprucht."

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Bosch ordnet das Biopic dagegen als "sehr gelungen und authentisch" ein. Die Schauspieler hätten "unser Trio gut charakterisiert und wiedergegeben", so der 84-Jährige, der Becker damals entdeckte und trainierte. Tiriac fungierte indes als Manager des Rotschopfs.
"RTL" wiederum betonte vor Veröffentlichung des Streifens, dass die historischen Eckpunkte korrekt seien, die Handlung aber "weitgehend fiktional" aufgebaut sei.
Trotzdem tut sich Becker mit dem Film schwer und verspricht, seine Sicht der Dinge filmisch darzulegen. "Irgendwann komme ich mit meiner eigenen Doku und dann sage ich wirklich, was passiert ist. Ob es dann einer hören will oder nicht, das lasse ich dann außen vor", so der 54-Jährige.
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