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Carlos Alcaraz und seine größte Schwäche: Mats Wilander analysiert den Aufstieg des US-Open-Champion
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Publiziert 01/11/2022 um 13:07 GMT+1 Uhr
Carlos Alcaraz kann auf eine herausragende Saison zurückblicken. Neben dem ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere errang der 19-Jährige auch die Führung in der Weltrangliste. Eurosport-Experte Mats Wilander zeigt sich vom spanischen Wunderkind begeistert, hat aber eine große Schwäche bei Alcaraz ausgemacht. Diese soll den Superstar aber nicht von einer grandiosen Karriere abhalten.
'It is a worry' - Alcaraz does have a 'weakness', according to Wilander
Quelle: Eurosport
Bei den US Open 2022 ließ Alcaraz den ersten Akt seiner großen Prophezeiung wahr werden. Zum ersten Mal in seiner Karriere sicherte sich der Spanier einen Grand-Slam-Titel. Dieser Triumph war gleichbedeutend mit der Führung in der Weltrangliste - mit gerade einmal 19 Jahren.
Diesen Meilenstein seiner Karriere bezeichnete Alcaraz als "wahr gewordenen Traum". Sein rasanter Aufstieg ist umso bemerkenswerter, da sein Landsmann und Idol Rafael Nadal nur knapp hinter ihm auf Platz zwei liegt.
Wilander, der sich als großer Fan von Alcaraz bezeichnet, hat trotz aller Lobeshymnen auf den Youngster eine Schwäche ausgemacht, die ihm in Zukunft noch zum Verhängnis werden könnte.
"Der Grund, warum Carlos Alcaraz gegen einige Spieler am Anfang seiner Karriere verlieren wird - und zwar mehr als die 'Big Four' - ist sein schwacher Aufschlag", erklärte der Schwede gegenüber Eurosport. "Wenn er gegen jemanden wie Felix Auger-Aliassime antritt, der bombenmäßig aufschlägt - mit der Kraft und der Präzision, ist das ein Problem."
Wilander: Alcaraz auch ohne Aufschlag spitze
Allzu schlimm sei dieser Umstand aber nicht. Wilander unterstrich sogar, dass sich Alcaraz gerade wegen dieser Schwäche in die Herzen der Fans gespielt hat. "Jeder einzelne Punkt, den er spielt, ist ein längerer Ballwechsel. Und ich glaube, die Leute verlieben sich in die Tatsache, dass wir keine Ein-Schuss-Ballwechsel sehen, sondern deutlich längere Ballwechsel", führte Wilander aus.
Auf dem Weg zu weiteren Grand-Slam-Titeln sei dies ebenso kein Hindernis. Immerhin hätten die "Big Four" gezeigt, dass es in den großen Schlachten auf dem Court auf das Gesamtpaket ankommt. "Aber wenn man sich Andy Murray, Novak Djokovic und Rafael Nadal anschaut, braucht man keinen überragenden Aufschlag, um in Fünf-Satz-Matches bestehen zu können", so der siebenmalige Grand-Slam-Sieger.
Daher betreffe seine Sorge keineswegs das Potenzial von Alcaraz, vielmehr aber dessen Entwicklung zum Allrounder. "Ja, es ist eine Sorge. Aber mehr eine Sorge um sein Aufschlagspiel", schloss der 58-Jährige ab.
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Quelle: SNTV
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