Tennis-Profi Alizé Cornet sagt Teilnahme an WTA-Turnieren in China ab: "Bleibe meinen Überzeugungen treu"

Alizé Cornet wird in den kommenden Wochen nicht an den WTA-Turnieren in China teilnehmen. Eine Begründung hatte die ehemalige Top-20-Spielerin auch parat. Auf Instagram erklärte Cornet in einer Story: "Da ich meinen Überzeugungen treu bleibe und auf meine Gesundheit achte, habe ich beschlossen, dieses Jahr nicht in China zu spielen." Ihre Saison gehe daher erst im Oktober weiter, so die Französin.

Alizé Cornet in Wimbledon

Fotocredit: Getty Images

Neben einigen 250er-Turnieren finden ab Ende September die China Open in Peking statt, die zu den größten Turnieren im Kalender zählen. Danach steht auch das 500er-Event in Zhengzhou an.
Durch ihre Entscheidung dürfte Cornet damit auch in der Weltrangliste weiter abrutschen. Aktuell liegt die 33-Jährige auf Position 99. Sollte sie in den kommenden Wochen nicht punkten, fällt Cornet damit aus den wichtigen Top 100 heraus.
Im vergangenen Jahr waren die chinesischen Turniere aufgrund des Falls um die Spielerin Peng Shuai aus dem Kalender gestrichen worden. Diese hatte den ehemaligen chinesischen Funktionär Zhang Gaoli in ihrer Heimat der sexuellen Nötigung beschuldigt und war daraufhin verschwunden. Sogar IOC-Präsident Thomas Bach hatte sich in den Fall eingeschaltet.
WTA-Chef Steve Simon hatte zuletzt im Mai versichert, dass die Chinesin in Sicherheit sei und der Verband wisse, wo sich die Spielerin aufhalte. In den Jahren 2020 und 2021 wurde in China ebenfalls nicht gespielt, damals wegen der Corona-Pandemie.
Ob die Absage von Cornet mit Peng Shuai zusammenhängt oder es vornehmlich gesundheitliche Gründe hat, ist nicht klar. In China begann im Sommer eine neue Corona-Infektionswelle. Dabei erwarteten Experten bis zu 65 Millionen Neuinfektionen wöchentlich.
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Quelle: SNTV

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