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Daniil Medvedev ist neue Nummer eins - So bewertet Mats Wilander die Situation für den Russen
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Publiziert 02/03/2022 um 09:45 GMT+1 Uhr
Seit Montag ist Daniil Medvedev offiziell die Nummer eins der Weltrangliste. Für Tennis-Legende Mats Wilander steht der Russe völlig verdient an der Spitze. "Daniil Medvedev ist wohl der Spieler, von dem wir schon vermutet haben, dass er es vor einigen anderen jüngeren Spielern wie Alexander Zverev oder Stefanos Tsitsipas schaffen würde", erklärt der 57-Jährige im Gespräch mit Eurosport.
Wilander: Medvedev hat sich Platz eins verdient, aber ...
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Medvedevs Sprung an die Spitze bedeute aber nicht, "dass die Big Four von der Bildfläche verschwunden sind. Sie sind immer noch dabei und es immer noch sehr schwer, sie in drei von fünf Sätzen zu schlagen", ergänzt Wilander und nimmt damit Bezug auf die über fast zwei Jahrzehnte dominierenden Topstars Novak Djokovic, Roger Federer, Rafael Nadal und Andy Murray.
"Es treibt sie an, weiterzumachen und ihr Niveau zu erhöhen, weil ich sicher bin, dass die Nummer eins immer noch ein Ziel ist. Die Vier träumen immer noch davon, sich zu verbessern und ein besserer Tennisspieler zu werden", glaubt der Schwede, der während seiner Laufbahn sieben Grand-Slam-Titel gewann.
Dass Medvedev nun die Spitzenposition übernommen habe, zeige, "dass er der konstanteste Spieler über zwölf Monate war. Ist er Tag für Tag der beste Spieler der Welt? Ja, an manchen Tagen schon", sagt Wilander.
Zuletzt hatte die neue Nummer eins im Halbfinale von Acapulco 3:6, 3:6 gegen Rafael Nadal verloren. Das zeige, "dass Daniil nicht an jedem Tag der beste Spieler ist, aber was die Konstanz angeht, hat er es verdient, dort zu stehen".
Wilander: Medvedev hat "noch weiten Weg vor sich"
"Die größte Ära im Herrentennis aller Zeiten" gehe zwar mit den Big Four langsam zu Ende, erläutert Wilander, aber: "Einer von ihnen wird wahrscheinlich noch ein paar Jahre weitermachen, nicht alle vier." Medvedev müsse nun herausfinden, wie es ist, die Nummer eins der Welt zu sein.
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Quelle: Perform
"Natürlich hat man eine Zielscheibe auf dem Rücken, wenn man die Nummer eins ist. Der größte Sieg für deinen Gegner ist es, eine Nummer eins der Welt zu schlagen", so der Schwede, der einst selbst 20 Wochen an der Spitze des ATP-Rankings stand.
Um konstant als bester Spieler der Welt angesehen zu werden, müsse der Russe "höchstwahrscheinlich noch ein paar Grand Slams gewinnen, während er die Nummer eins der Welt ist", untersteicht Wilander im Eurosport-Interview: "Oft waren die Big Four bei jedem Turnier, das sie spielten, Favorit - egal ob auf Sand, Hartplatz oder Rasen, was bei Daniil Medvedev nicht der Fall ist. Er hat also noch einen weiten Weg vor sich, bevor er als Favorit gilt."
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