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Davis Cup: Deutschland schlägt Weißrussland und zieht in Finalrunde ein
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Publiziert 07/03/2020 um 13:53 GMT+1 Uhr
Das deutsche Davis-Cup-Team hat zum zweiten Mal nach 2019 die Finalrunde im November in Madrid erreicht. Den entscheidenden dritten Punkt zum 3:1 in der Qualifikation gegen Weißrussland in Düsseldorf holte Jan-Lennard Struff (Warstein) mit dem 6:3, 6:2 gegen Egor Gerassimow.
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Angeführt von einem souveränen Jan-Lennard Struff hat Deutschland zum zweiten Mal nach 2019 die Davis-Cup-Finalrunde in Madrid erreicht. Struff, Nummer 34 der Welt und Nummer eins der deutschen Mannschaft, holte mit dem 6:3, 6:2 gegen Egor Gerassimow den entscheidenden dritten Punkt beim 4:1 in der Qualifikation gegen Weißrussland.
Krawietz/Mies erkämpfen Führung
Die Vorrundengruppen für die Finalrunde der 18 weltbesten Teams werden am 12. März ausgelost. Im Vorjahr war die Vertretung des Deutschen Tennis Bundes (DTB) im Viertelfinale von Madrid an Großbritannien gescheitert.
Beim im Vorfeld nicht unbedingt erwarteten Zwischenstand von 1:1 war Deutschland in den zweiten Tag im Düsseldorfer Castello gestartet. Die French-Open-Sieger Kevin Krawietz und Andreas Mies brachten die Gastgeber mit einem 6:4, 7:6 (7:5) im Doppel gegen Ilja Iwaschka und Andrej Wasilewski nach 1:30 Stunden mit 2:1 in Führung. Die 3000 Zuschauer machten einen Höllenlärm, Mies versicherte, "noch nie, wirklich nie" vor einem so begeisterten Publikum gespielt zu haben.
Krawietz/Mies, in den Monaten seit ihrem sensationellen Triumph in Roland Garros im Juni 2019 mit vielen Höhen und Tiefen konfrontiert, zeigten eine solide Leistung, vor allem Mies begeisterte mit einigen sehenswerten Punkten. "In unseren Köpfen war nach den French Open oft viel zu viel los", hatte er vor dem Match gesagt: "Jetzt haben wir uns wieder." In der "Gänsehaut-Atmosphäre" (Mies) von Düsseldorf deuteten "Kramies" jedenfalls an, dass sie in den kommenden Wochen "so einiges vorhaben" (Krawietz).
Kohlschreiber: "Kann nicht zufrieden sein"
Struff, der den ersten und dritten Punkt holte und sich als würdiger Anführer erwies, sowie Krawietz/Mies hatten allen Grund, Düsseldorf rundum zufrieden zu verlassen. Einzig Philipp Kohlschreiber, der am Freitag gegen Gerassimow das 1:1 kassiert hatte, war ein bisschen geknickt. "Es war ein gutes Match, aber auch ein beschissenes Match", stellte er nach seiner Niederlage nüchtern fest:
Kohlschreiber, mit 36 Jahren und 42 Davis-Cup-Einsätzen seit 2007 der mit Abstand älteste und erfahrenste Spieler in der deutschen Mannschaft, räumte in Düsseldorf ein, dass
Ob Düsseldorf Kohlschreibers Schwanengesang im Davis Cup war, ob der Weltranglistensiebte Alexander Zverev in Madrid in die deutsche Mannschaft zurückkehrt, in der er zuletzt im März 2019 in der Quali gegen Ungarn stand, all diese Fragen gilt es in den nächsten Monaten zu beantworten. "Erstmal Düsseldorf, dann sehen wir weiter", hatte Teamchef Michael Kohlmann vor dem ersten Aufschlage gesagt. Nun können die Planungen beginnen.
(SID)
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