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Davis Cup: Kevin Krawietz und Tim Pütz gewinnen Tiebreak-Krimi und führen Deutschland nach Malaga
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Publiziert 16/09/2022 um 16:34 GMT+2 Uhr
Die deutschen Tennisprofis haben in Hamburg vorzeitig das Finalturnier des Davis Cup im November in Malaga erreicht. Die Gastgeber gewannen am Freitag gegen Belgien auch ihr zweites Zwischenrundenspiel mit 2:1. Für den entscheidenden zweiten Punkt sorgten im Doppel Kevin Krawietz aus Coburg und der Frankfurter Tim Pütz mit 4:6, 6:2, 7:6 (7:5) gegen Sander Gille und Joran Vliegen.
Tim Pütz (l) und Kevin Krawietz führen Deutschland zum Sieg über Belgien
Fotocredit: Getty Images
Alexander Zverev klatschte in der Spielerbox mit einem breiten Grinsen im Gesicht bis die Hände glühten, seine siegreichen Davis-Cup-Kollegen jubelten mit dem Publikum um die Wette: Auch ohne den verletzten Olympiasieger trotzten die Gastgeber der feuchten Kühle in Hamburg und qualifizierten sich durch ein 2:1 gegen Belgien vorzeitig für das Endturnier vom 22. bis 27. November in Malaga.
Den dafür erforderlichen zweiten Punkt holten der Coburger Kevin Krawietz und der Frankfurter Tim Pütz. Das im Davis Cup weiterhin ungeschlagene Duo schlug Sander Gille und Joran Vliegen mit 4:6, 6:2, 7:6 (7:5).
Der Kölner Oscar Otte hatte David Goffin zwar am Rande einer Niederlage, doch der 29-Jährige konnte im zweiten Satz zwei Matchbälle nicht nutzen und verlor mit 6:3, 6:7 (7:9), 3:6. Zuvor hatte Routinier Jan-Lennard Struff sein Team in Führung gebracht. Nach 2:05 Stunden setzte sich der 32-Jährige aus Warstein gegen den neun Jahre jüngeren Zizou Bergs mit 6:4, 7:6 (11:9) durch.
"Am Ende war es ein Drama, das sich aber gut anfühlt. Da habe ich mutig gespielt und bin dafür belohnt worden", sagte Struff, der im Tiebreak des zweiten Satzes das bessere Ende für sich hatte: "Ich bin überglücklich, diesen Punkt für Deutschland geholt zu haben.
Struff gelingt erfolgreicher Auftakt
Für die Mannschaft von Teamchef Michael Kohlmann geht es in der Abschlusspartie am Sonntag gegen die bereits qualifizierten Australier nur noch um den Gruppensieg. Mögliche Gegner beim Finalturnier in Malaga sind unter anderem Gastgeber Spanien und Rekordsieger USA.
Zwei Tage nach seinem Sieg gegen den Franzosen Benjamin Bonzi fand Struff nur schwer in die Partie. Erst mit dem vierten Satzball brachte die aktuelle Nummer 132 der Weltrangliste den Gewinn des ersten Satzes nach 48 Minuten unter Dach und Fach. Besonders beim ersten Aufschlag hatte er eine Menge Probleme.
Auch der zweite Durchgang war hart umkämpft. Struff musste insgesamt fünf Satzbälle des Belgiers abwehren, um den Tiebreak zu erreichen. Dort war Bergs dann nach dramatischen Ballwechseln geschlagen.
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Struff nach seinem Erfolg gegen Belgien erleichtert: "Drama am Ende"
Quelle: Perform
Otte über Niederlage verärgert
Dessen Landsmann Goffin hingegen war ein anderes Kaliber. Nach den Schrecksekunden im zweiten Durchgang agierte Belgiens Nummer eins in Satz Nummer drei von Seitenwechsel zu Seitenwechsel dominanter und spielte nahezu fehlerfrei.
Dennoch ärgerte sich Otte über den Spielausgang: "Die Niederlage sitzt ziemlich tief, zumal ich körperlich wieder ganz ordentlich drauf bin." Für die aktuelle Nummer 52 der Weltrangliste war es erst das dritte Match nach einer Knieoperation.
Italien und Niederlande im Viertelfinale
Italien und die Niederlande haben vorzeitig die Endrunde erreicht. Angeführt von US-Open-Finalist Jannik Sinner setzte sich die italienische Mannschaft am 2. Spieltag der Zwischenrunde in Bologna mit 2:1 gegen Argentinien durch. Die Niederlande gewann ihr Duell mit Großbritannien ebenfalls mit 2:1, die Entscheidung fiel dort erst im abschließenden Doppel.
Sinner gewann gegen Francisco Cherundolo mit 7:5, 1:6, 6:3, zuvor hatte Matteo Berrettini seinen argentinischen Kontrahenten Sebastian Baez in zwei Sätzen mit 6:2, 6:3 besiegt. Anschließend verloren Simone Bolelli und Fabio Fognini ihr Doppel zwar mit 5:7, 6:2, 3:6 gegen Maximo Gonzales und Horacio Zeballos, dennoch ist Italien mit zwei Siegen bereits vor dem letzten Spieltag am Sonntag gegen Schweden sicher für das Finalturnier Ende November in Malaga qualifiziert.
Unter den besten acht Teams wird auch die Niederlande dabei sein. Nach den beiden Einzeln stand es am Abend in Glasgow gegen die Briten 1:1, Wesley Koolhof und Matwe Middelkoop besiegten dann im Doppel Andy Murray und Joe Salisbury mit 7:6 (7:0), 6:7 (6:8), 6:3 und sicherten ihrem Team den entscheidenden zweiten Sieg. Neben den Niederlanden qualifizierte sich in der Gruppe D bereits am Donnerstag die USA vorzeitig für die Endrunde.
Indes musste der frisch gebackene US-Open-Champion Carlos Alcaraz eine Niederlage einstecken. Der Spanier, der sich durch seinen Titel in New York am vergangenen Wochenende zum jüngsten Weltranglistenersten der Geschichte kürte, verlor in Valencia gegen den starken Kanadier Felix Auger-Aliassime mit 7:6 (7:3), 4:6, 2:6 und schickte sein Team damit in das entscheidende Doppel.
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(SID)
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Federer retirements WILANDER initial reaction.new
Quelle: Eurosport
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