Davis Cup: Deutschland verpasst nach hartem Kampf gegen Kanada den Halbfinaleinzug - Doppel-Serie reißt

Das deutsche Tennis-Team hat den erneuten Halbfinaleinzug beim traditionsreichen Davis Cup verpasst. Die ohne Topspieler Alexander Zverev angetretene Mannschaft von Bundestrainer Michael Kohlmann unterlag trotz beherzter Auftritte in Malaga Mitfavorit Kanada mit 1:2. Das entscheidende Duell verloren Kevin Krawietz/Tim Pütz gegen Vasek Pospisil/Denis Shapovalov 6:2, 3:6, 3:6.

Tim Pütz (r.) und Kevin Krawietz spielen für Deutschland im Davis Cup Doppel

Fotocredit: Getty Images

Enttäuschte Gesichter kurz nach Mitternacht in Malaga: Die deutschen Tennis-Männer haben das Halbfinale im Davis Cup verpasst. Die ohne Topspieler Alexander Zverev angetretene Mannschaft von Bundestrainer Michael Kohlmann unterlag trotz starker Gegenwehr dem Mitfavoriten Kanada mit 1:2. Dabei riss die Super-Serie im Doppel.
"Es war eng und ist für uns natürlich eine bittere Niederlage", sagte Kohlmann, der im entscheidenden Duell auf dem grünen Hartplatz ein 6:2, 3:6, 3:6 von Kevin Krawietz/Tim Pütz (Coburg/Frankfurt) gegen Vasek Pospisil/Denis Shapovalov ansehen musste. Zuvor hatte Deutschland über fünf Jahre hinweg 15 Doppelerfolge in Serie im Davis Cup gefeiert.
Der stark erspielte Punkt von Jan-Lennard Struff (Warstein) mit einem 6:3, 4:6, 7:6 (7:2) gegen Shapovalov reichte letztlich nicht, Oscar Otte (Köln) musste sich dem Weltranglistensechsten Felix Auger-Aliassime 6:7 (1:7), 4:6 geschlagen geben.
Der letzte deutsche Triumph im Davis Cup gelang 1993, im Vorjahr reichte es für die Runde der letzten Vier, in der schließlich gegen den späteren Sieger Russland, der in diesem Jahr gesperrt ist, Schluss war. Kohlmanns Team ließ nun eine gute Chance aus.

Struff schafft Überraschung

Der mögliche Viertelfinalgegner Italien, der nach einem 2:1-Erfolg gegen die USA nun auf Kanada trifft, hat seine beiden Topspieler Matteo Berrettini und Jannik Sinner nicht dabei.
Den Auftakt für das optimistische deutsche Team am Donnerstag machte Struff, er zeigte einmal mehr seine Qualitäten als Teamspieler. "Es war mental sehr taff, aber ich bin sehr froh, den ersten Punkt geholt zu haben. Es ist geil, wir haben eine gute Stimmung im Team", sagte der 32-Jährige nach seinem Erfolg bei "ServusTV".
Der Außenseiter brachte sein Match nach 2:05 Stunden nach Hause, jubelte aber nur kurz: "Es ist noch nichts geschafft."
Otte besaß die erste Chance, den entscheidenden zweiten Punkt zu holen, hatte in Auger-Aliassime allerdings eine denkbar schwierige Aufgabe vor der Brust, die er nicht lösen konnte.

Doppel verpasst den Sieg

Der Kanadier hatte im Oktober in Florenz, Antwerpen und Basel gleich drei Turniere gewonnen und setzte sich letztlich sicher gegen den Kölner durch, der nach vier Auftritten weiter auf seinen ersten Sieg im Davis Cup wartet.
"Das ganze Team glaubt an Kevin und Pützi und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir gleich mit einem 2:1 ins Hotel fahren werden", sagte Otte und drückte fortan die Daumen.
Für den zweimaligen French-Open-Sieger Krawietz und seinen neuen Dauer-Partner Pütz war es aber eine schwierige Aufgabe gegen den früheren Wimbledon-Doppelsieger Pospisil und den Einzel-Weltranglisten-18. Shapovalov, die sich ab dem zweiten Satz merklich steigerten und letztlich für frustrierte Mienen im deutschen Team sorgten.
(SID)
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Quelle: SNTV

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