John McEnroe sorgt sich um Carlos Alcaraz wegen vollem Terminkalender: "Er braucht jetzt eine lange Pause"

Carlos Alcaraz steht keine zwei Wochen nach seinem überraschenden Zweitrunden-Aus bei den US Open schon wieder auf dem Platz. Beim Davis Cup schlägt der 21-Jährige in Valencia für Spanien auf. John McEnroe macht sich deshalb etwas Sorgen. "Er braucht jetzt eine lange Pause und muss sich die Turniere, bei denen er glänzen will, wirklich gut aussuchen", erklärte der 65-Jährige bei Eurosport.

Alcaraz: "Konnte meine Emotionen nicht kontrollieren"

Quelle: Perform

In Australien zu Jahresbeginn habe Alcaraz bislang nie "wirklich gut gespielt. Wenn ich an seiner Stelle wäre, würde ich mich die nächsten zwei Monate ausruhen."
Dass der viermalige Grand-Slam-Champion bei den US Open so früh ausschied, habe daran gelegen, "dass er mental leer war". Nach einem ereignisreichen Sommer (French-Open- und Wimbledon-Sieg sowie Olympia-Silber) wenig verwunderlich.
Vor dem ersten Match beim Davis Cup meinte Alcaraz über seine Pause nach New York: "Natürlich waren die US Open enttäuschend für mich. Ich habe versucht, meinen Kopf so schnell wie möglich freizubekommen. Sobald es möglich war, habe ich nicht mehr viel darüber nachgedacht."
Wirkliche Erholung ist nach nur zehn Tagen aber nicht zu erreichen. Ähnlich lange konnte er nach den Olympischen Spielen pausieren, in Cincinnati folgte der für Alcaraz untypische Ausraster.
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Tennis - ATP 1000 Cincinnati - 2nd Round - Monfils - Alcaraz - Alcaraz smashes his raquette

Quelle: Eurosport

Sinner macht nach US-Open-Sieg lange Pause

Der Hauptrivale des Spaniers, Jannik Sinner, der bereits Olympia ausfallen ließ, geht einen anderen Weg: Nach dem US-Open-Triumph macht er drei Wochen Pause.
Der Kalender von Alcaraz ist dagegen gut gefüllt: Nach dem Davis Cup geht es direkt zum Laver Cup in Berlin (live bei Eurosport und discovery+). Danach stehen die Turniere in Peking (ab 26. September), das Masters in Shanghai (ab 2. Oktober), eine Exhibition in Saudi-Arabien, das Masters in Paris-Bercy (ab 28. Oktober) sowie die ATP-Finals (10. bis 17. November) auf dem Programm. Die Finals im Davis Cup (19. bis 24. November) mit Spanien sind ebenfalls noch möglich.
Alcaraz nimmt es gelassen: "Im Tennis haben wir keine Zeit, um uns zu entspannen und zu viel über das nachzudenken, was wir tun. Was sowohl gut als auch schlecht ist. Einerseits möchte ich wirklich Zeit haben, um mich zu entspannen, meine Siege zu feiern und mir bewusst zu machen, wie viel wir bereits erreicht haben."
Gleichzeitig wolle er "lieber nicht zu viel darüber nachdenken, ich versuche einfach, meinen Weg weiterzugehen und mich auf die nächsten Schritte zu konzentrieren".
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Carlos Alcaraz lässt sich auch den Davis Cup nicht entgehen

Fotocredit: Getty Images

Alcaraz muss seinen Kalender optimieren

Ob diese Taktik auf Dauer die beste ist? Ähnlich wie Roger Federer, Novak Djokovic und Rafael Nadal muss Alcaraz lernen, den Kalender für sich selbst zu optimieren, um bei den großen Events topfit zu sein. Zumal der 21-Jährige bereits in jungen Jahren häufiger verletzt war.
Auch Justine Henin warnte bei Eurosport: "Alcaraz' Zeitplan für das Saisonende wirft Fragen auf, wenn man sich die Exhibitions und Wettbewerbe ansieht. Es ist nicht verwunderlich, dass die Spieler müde sind."
McEnroe stellte abschließend noch einmal klar: "Für mich ist Alcaraz wie ein Ferrari. Er ist der beste Spieler, den ich in diesem Alter gesehen habe. Aber ich denke, er braucht mehr Pausen."
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Alcaraz weint bei Eurosport um Gold: "Sehr schmerzhafte Niederlage"

Quelle: Eurosport


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