US Open 2024 - Eurosport-Experte John McEnroe kritisiert Iga Swiatek nach Viertelfinal-Aus: "Unwillig oder unfähig"

Bei den US Open scheiterte Iga Swiatek schon im Viertelfinale und wurde für ihren fehlerhaften Auftritt gegen Jessica Pegula kritisiert. Nun klinkte sich John McEnroe in die Debatte um die Weltranglistenerste ein - und hinterfragte ihre Einstellung. "Ich war ein wenig überrascht, dass sie entweder unwillig oder unfähig ist, sich auf den schnelleren Belägen anzupassen", sagte der Eurosport-Experte.

Swiatek über Aus in New York: "Ich hatte Angst und Druck"

Quelle: Perform

McEnroe schoss sich dabei auf die mutmaßlich fehlende Bereitschaft der Polin, defensiv zu spielen, ein und vermutete, dass sie dies in Flushing Meadows behindert haben könnte.
"Ein Problem für mich ist, dass sie überhaupt nicht Verteidigung spielen will. Manchmal sollte sie sich zurückziehen, wenn die Offensive nicht so gut wie auf Sand läuft", behauptete der siebenmalige Grand-Slam-Champion.
Swiateks Offensivstil und ihre dominanten Vorhand-Topspins wirken in den meisten ihrer Matches unglaublich effektiv. Funktioniert ihr bevorzugter Ansatz jedoch nicht, scheint die Polin manchmal Schwierigkeiten zu haben - so wie beim 2:6, 4:6 gegen Lokalmatadorin Pegula (USA).
"Ich weiß nicht, ob sie einen Schwächeanfall hatte", mutmaßte McEnroe, "aber wenn man jemanden wie Iga sieht, die sich reinhängt und so gut verteidigt, wie sie angreift - dann ist das für die Gegner schwer zu überwinden."

Swiatek-Schwäche wegen Olympia?

Dank ihrer Beständigkeit auf höchstem Niveau dreht Swiatek an der Spitze des WTA-Rankings fast einsam ihre Runden. Fernab der French Open aber, wo sie auf ihrem Lieblingsbelag bereits viermal gewann, ist die fünfmalige Grand-Slam-Siegerin bei den anderen Major-Events oft verwundbar.
So schied die 23-Jährige in dieser Saison nicht nur in New York vor dem Halbfinale aus, sondern musste bei den Australian Open und in Wimbledon bereits nach der dritten Runde ihre Koffer packen.
Dass Swiatek bei den US Open nicht an ihr Top-Niveau wie beim Coup im Jahr 2022 herankam, könnte jedoch auch an etwas anderem gelegen haben: den Olympischen Spielen.
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Quelle: Eurosport

"Man kann sehen, dass alle Spieler, die bei Olympia dabei waren, körperlich und mental zu kämpfen haben", sagte McEnroe:
"Es ist hart, von Sand auf Rasen zu wechseln, für die Olympischen Spiele zurück auf Sand und dann direkt auf Hartplatz. Das ist nicht einfach."
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Quelle: Perform


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