Ende des Zoffs? Djokovic bekommt Friedensangebot von ATP
Novak Djokovic hat mit der Gründung der Professional Tennis Players Association im August für mächtig Wirbel gesorgt. Der Weltranglistenerste und seine Mitstreiter gründeten die Spielervereinigung, um die Interessen der Profis gegenüber der ATP besser zu vertreten. Das kam nicht überall gut an, Roger Federer und Rafael Nadal etwa äußerten Kritik. Nun gibt es ein Friedensangebot vonseiten der ATP.
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ATP-Präsident Andrea Gaudenzi betonte vor wenigen Tagen im Interview mit "Le Figaro", dass er ob der schwierigen Situation infolge der Corona-Pandemie durchaus Verständnis für die Unzufriedenheit vieler Profis habe.
"Es gab Frust bei vielen. Ich war selbst Spieler und verstehe das, aber wir haben uns die Beschwerden angehört", so der Italiener, der 1995 selbst in den Top 20 der Weltrangliste zu finden war.
Doch es ist der eben jener Umgang der ATP mit den Beschwerden und Meinungen der Spieler, der Djokovic dazu veranlasste, sein Amt als Präsident des ATP Player Councils - also des ATP-Spielerrats - niederzulegen und zusammen mit dem kanadischen Profi Vasek Pospisil die Professional Tennis Players' Association (PTPA) zu gründen.
"Es ist die erste Vereinigung nur von den Spielern seit 1972", verkündete Djokovic mit Stolz. Aus Sicht des 33-Jährigen braucht es eine Institution außerhalb der ATP, die die Interessen der Profis vertritt.
Federer und Nadal reagieren kritisch
Roger Federer und Rafael Nadal sehen das anders. "Es ist Zeit für Einheit, nicht für Spaltung", mahnte etwa der Spanier.
Tennis-Legende Martina Navratilova warf Djokovic vor Kurzem im Interview mit der "Irish Times" vor, den Tennissport spalten zu wollen.
"Das hilft auf keine Art und Weise. Mache so etwas, wenn du mit dem Tennis aufhörst, aber es ist kontrovers und nicht hilfreich", so die 64-Jährige.
ATP-Präsident Gaudenzi geht in dieselbe Richtung. "Die Zeit ist gekommen für Einigkeit, nicht für Konflikte", so der 47-Jährige, der zudem signalisierte, auf Djokovic und die PTPA zugehen zu wollen.
ATP spielt den Ball an Djokovic zurück
"Wir werden uns alle Ende November und im Dezember treffen und wir sind natürlich offen für Diskussionen", betonte Gaudenzi und spielte damit den Ball zurück an die Gegenseite.
Man darf gespannt sein, ob Djokovic und die PTPA das Angebot zu Verhandlungen annehmen - und es sähe nicht gut aus, wenn sie es nicht annehmen würden ...
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Quelle: Eurosport
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