Dominic Thiem: Ex-Coach Thomas Muster befürchtet Sturz auf Platz 100 in der Weltrangliste

Dominic Thiem arbeitet noch immer an seinem Comeback. Der Österreicher, der 2020 die US Open gewann und dabei war, in der Weltrangliste die Spitze anzugreifen, quälte sich lange Zeit mit Problemen am rechten Handgelenk. "Ich werde keine Operation brauchen, das Handgelenk ist gut verheilt", erklärte der 28-Jährige vor gut drei Wochen. Ex-Coach Thomas Muster tritt nun allerdings auf die Bremse.

Dominic Thiem

Fotocredit: Getty Images

"Ich glaube, dass er erst 2023 wieder dorthin zurückkommen wird, wo er war. Das kommende Jahr wird enorm schwierig", so Muster, der Thiem im Januar 2020 für wenige Wochen trainierte, ehe der Spieler die Zusammenarbeit abrupt beendete.
In der aktuellen Situation von Thiem müsse man sich "nur das Ranking anschauen", erklärte der 54-Jährige nun dem "Kurier".
Denn: "Wenn die Covid-Punkte wegfallen, wird er ungefähr Nummer 60 der Welt sein. Wenn er bei den Australian Open das Achtelfinale nicht verteidigen kann, und am Anfang wird es schwierig, liegt er auf einem Rang um 100."
Aktuell belegt Thiem in der Weltrangliste Platz neun, einen festen Termin für das Tour-Comeback gibt es noch nicht.
Allerdings will der Österreicher Mitte Dezember ein Exhibition-Turnier in Abu Dhabi spielen.

Zverev sorgt sich: "Fragezeichen ist sein Körper"

Es wird ein harter Weg zurück. Dieser Auffassung ist auch Alexander Zverev, der gut befreundet ist mit Thiem.
"An Dominics Tennis und Technik gibt es nichts zu rütteln. Diese Stärken wird er schnell wieder abrufen", betonte der Olympiasieger auf einer Pressekonferenz im Rahmen des derzeit laufenden ATP-Turniers von Wien.
"Das große Fragezeichen ist sein Körper. Diese Art von Handgelenksverletzung ist für einen Tennisspieler mühsam, gerade mit einer einhändigen Rückhand", so der Weltranglistenvierte aus Hamburg weiter.
Zverev selbst peilt in der Wiener Stadthalle den fünften Saisontitel an. Im Halbfinale bekommt es der 24-Jährige am heutigen Samstag (ab 14:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de) mit Carlos Alcaraz zu tun.
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