Dominic Thiem spricht über Erwartung an seinen US-Open-Triumph gegen Alexander Zverev: "Ich war wirklich naiv"

Dominic Thiem hat im Podcast "Behind the Athletes" persönliche Einblicke gegeben und dabei auch über seinen Triumph bei den US Open 2020 gesprochen. "Bevor ich die US Open gewonnen habe, dachte ich: Wenn ich nie einen Grand Slam gewinne, werde ich für den Rest meines Lebens unerfüllt sein. Und wenn ich einen gewinne, wird der Rest meines Lebens großartig", dachte der Österreicher zurück.

Dominic Thiem hat über seine Karriere gesprochen

Fotocredit: Getty Images

Thiem hatte bei seiner insgesamt vierten Finalteilnahme bei einem Grand Slam 2020 in New York Alexander Zverev in dessen erstem Major-Endspiel 2:6, 4:6, 6:4, 6:3, 7:6 (8:6) bezwungen. Zuvor war er 2018 (4:6, 3:6, 2:6) und 2019 (3:6, 7:5, 1:6, 1:6) jeweils Rafael Nadal bei den French Open in Roland-Garros unterlegen gewesen und hatte 2020 bei den Australian Open gegen Novak Djokovic (4:6, 6:4, 6:2, 3:6, 4:6) das Nachsehen.
Thiem musste auf die harte Tour lernen, dass ihn ein Grand-Slam-Titel nicht dauerhaft erfüllt. "Ich war wirklich naiv", sagte der 32-Jährige, der 2024 zurückgetreten war: "Danach bin ich sehr hart auf dem Boden der Realität aufgeschlagen."
Mittlerweile hat sich seine Perspektive verändert. "Ich sehe alles als eine große Reise – und diese Reise ist so viel mehr wert, als es ein einzelner Titel jemals sein könnte", erzählte Thiem.
Eine besondere Spezialität des ehemaligen Weltranglistendritten war dabei die einhändige Rückhand, eine Technik, die er sich erst relativ spät aneignete. "Ich war österreichischer Meister mit der beidhändigen Rückhand. Aber langfristig war es die bessere Lösung, auf einhändig zu wechseln. Danach habe ich sehr viel verloren", berichtete der Rechtshänder.
Die Umstellung sei auch seinen Gegnern aufgefallen: "Spieler, gegen die ich vorher gewonnen habe, haben mich beim ersten Turnier nach dem Wechsel gesehen und gesagt: 'Was machst du da? Lass den Scheiß. Spiel normal, spiel wieder mit zwei Händen.' Und ich habe gesagt: 'Nein. So wie ich jetzt spiele, spiele ich einhändig.' Sie konnten es einfach nicht glauben", so Thiem.
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Zverev brilliant am Netz - starker Punkt gegen Cerúndolo

Quelle: Eurosport


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