Exklusiv: Boris Becker antwortet auf Andre Agassi auf "Zungen-Tick-Enthüllung"

Boris Becker konnte sich als Spieler immer auf seinen Aufschlag verlassen. Doch gegen einen Spieler hatte der heutige Eurosport-Experte trotzdem oft das Nachsehen - Andre Agassi. Der US-Amerikaner verriet in einem Interview mit "Unscriptd", dass er Beckers Aufschlag anhand dessen Zunge entschlüsseln konnte. Beim "Tennis-Commissioner" John McEnroe antwortete Becker nun auf die Agassi-Aussagen.

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7. Juli 1985: Boris Becker gewinnt mit 17 Jahren als jüngster Spieler der Geschichte das prestigeträchtige Wimbledonturnier. Im Finale gegen den Südafrikaner Kevin Curren entscheidet er das Match natürlich mit einem Ass für sich. Der Triumph ändert alles für den jungen Leimener. Plötzlich ist er kein normaler Jugendlicher mehr, sondern vor allem dank seines starken Aufschlags, ein weltweiter Popstar.
"Bum Bum Becker" lebte in seiner gesamten Karriere stets von seinem gewaltigen Aufschlag. Doch sein früherer Konkurrent Andre Agassi verriet nun in einem Interview mit "Unscriptd", dass er etwas Entscheidendes bei Beckers Aufschlag entdeckte, welches ihn entlarvte.
Agassi hatte die ersten drei Duelle gegen Becker verloren und entwickelte daraufhin einen unglaublichen Ehrgeiz ihn zu schlagen: "Becker schlug mich die ersten drei Mal weil er einen Aufschlag hatte, den man im Tennis so vorher noch nicht gesehen hat." Der heutige Mann von Steffi Graf studierte stundenlange Aufzeichnungen von Beckers Matches und entdeckte schließlich ein wichtiges Detail.
Vor dem Aufschlag bewegte Becker seine Zunge in die Richtung, in die er servieren wollte. Habe dabei die Zunge auf der Einstandseite nach links gezeigt, servierte er nach außen; wenn er sie geradeaus herausgestreckte, schlug er durch die Mitte auf, so Agassi. Ab diesem Zeitpunkt konnte er den Aufschlag ohne Probleme lesen.
Sein Erfolg gibt Agassi Recht, denn die folgenden acht Vergleiche gegen den ehemaligen Djokovic-Coach entschied er für sich. Agassi verlor überhaupt nur noch eine Partie gegen Becker und entschied somit die Bilanz zwischen den beiden Tennisgrößen mit 10:4 für sich.
Nach der Karriere trafen sich die Beiden auf dem Oktoberfest und bei einer Maß Bier erzählte Agassi Becker von seiner Entdeckung. Laut Agassi soll Becker daraufhin fast von der Bank gekippt sein und wollte nach Hause gehen, um seiner Frau davon zu berichten.
Als Eurosport-Experte Boris Becker nun während der Australian Open bei Tennis-Commissioner John McEnroe zu Gast war, reagierte er auf das pikante Geheimnis seines Aufschlags.
Auf seine Ticks angesprochen, erklärte Becker nochmal sein "Spiel mit der Zunge" und bestätigte es indirekt auf launige Weise: "Er hat es mir verraten nachdem ich zurückgetreten war. Er hätte es mir sagen sollen, als wir noch spielten. Ich dachte schon, er kann Gedanken lesen! Aber eigentlich war er einfach nur von meiner Zunge besessen..."
Becker kann die Geschichte mit vielen Jahren Abstand natürlich mit Humor nehmen, immerhin konnte er trotzdem sechs Grand-Slam-Turniere für sich entscheiden. Agassi kommt sogar auf acht Triumphe - vielleicht auch dank seines guten Auges bei Becker...
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