Feliciano López exklusiv im Vodcast mit Boris Becker: "Ich sehe ein großes Risiko"
Feliciano López hat sich bei Eurosport im Legenden-Vodcast mit Boris Becker, Elina Svitolina und Mats Wilander zur Corona-Krise geäußert - und dabei auf eine Gefahr für Tennis-Profis hingewiesen, die bislang untergegangen ist. "Ich sehe ein großes Risiko, dass wir viele Verletzungen sehen werden, wenn es wieder losgeht", so López. Der Spanier präsentierte aber auch eine Lösung für das Problem.
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Wenn jemand im Tennis so ziemlich alles erlebt hat, dann ist es Roger Federer - oder Feliciano López. Der Weltranglisten-56. ist nach dem Schweizer Superstar der älteste Spieler in den aktuellen Top 100 der Weltrangliste. Beide Profis sind 38 Jahre alt, Federer ist sogar noch 43 Tage älter als der Spanier.
Dafür hält López einen ganz besonderen Rekord: Der Routinier hat seit den French Open 2002 an 72 Grand-Slam-Wettbewerben in Folge teilgenommen - eine unglaubliche Serie.
López fordert zwei Monate Vorbereitungszeit
López' Wort hat entsprechend Gewicht in der Szene und die Verantwortlichen der ATP und WTA sind gut beraten, hinzuhören, wenn der Routinier bei Eurosport fordert: "Wir brauchen mindestens zwei Monate Vorbereitungszeit, bevor es wieder losgehen kann. Diese Zeit ist nötig, um richtig fit zu werden. Doch selbst dann müssen wir gut aufpassen, um Verletzungen zu vermeiden", so der siebenfache ATP-Turniersieger.
"Ich frage mich, wie viele Spieler in den vergangenen zwei Monaten überhaupt die Chance hatten, ein paar Bälle zu schlagen. Hier in Spanien ist das quasi unmöglich, wenn du nicht deinen eigenen Court zuhause hast", führt López aus.
Es gebe derzeit "eine Menge Unsicherheiten und nur wenige Antworten auf viele Fragen", betont López und meint damit in erster Linie die Politik. "Die Regierungen scheinen auf verlorenem Posten und wissen gar nicht mehr, was sie den Menschen sagen sollen." Daher sei es auch im Tennis-Sport nahezu unmöglich, Vorhersagen im Hinblick auf die Wiederaufnahme des Spielgeschehens zu treffen.
López selbst hatte indes gut zu tun. Der vierfache Davis-Cup-Champion war als Turnierdirektor des ATP-Events von Madrid im Einsatz - auch wenn das in diesem Jahr nur virtuell ausgetragen wurde.
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