Amélie Mauresmo hat gegenüber Eurosport erklärt, dass aufgrund der Probleme, die Naomi Osaka bei den French Open vor zwölf Monaten hatte, Änderungen an den Abläufen nach dem Spiel vorgenommen wurden.
Die vierfache Major-Siegerin sorgte im vergangenen Jahr am Vorabend von Roland-Garros für Aufsehen, als sie erklärte, sie werde beim zweiten Grand Slam des Jahres nicht an Medienrunden teilnehmen.
Osaka wurde daraufhin mit einer Geldstrafe belegt, weil sie nach ihrem Sieg in der ersten Runde nicht auf dem Podium erschien. Einen Tag später gab die 24-Jährige ihren Rückzug vom Turnier bekannt und begründete diesen mit mentalen Problemen.
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Turnierdirektorin Mauresmo erklärte im Interview, dass sie während ihrer Karriere ebenfalls mit psychischen Problemen zu kämpfen hatte. Das Aufkommen der sozialen Medien habe die Situation nach Ansicht der Französin aber schwieriger gemacht: "Das ist etwas, das ich persönlich gespürt habe, als ich gespielt habe", so die 42-Jährige. "Ich glaube aber, dass es nicht so schlimm war wie heute. Vor allem, weil es damals keine sozialen Medien gab."

Mauresmo kündigt mediale Unterstützung für die Spieler an

Auf die Frage nach den Lehren aus den Ereignissen des letzten Jahres sagte die Direktorin: "Daran haben wir gearbeitet."
Konkret nannte Mauresmo den Einsatz von Moderatoren: "In diesem Jahr haben wir auch Moderatoren im Presseraum, damit sich die Spieler nicht unwohl fühlen, wenn immer die gleichen Fragen gestellt werden."
Die zweimalige Grand-Slam-Siegerin betonte, es gehe nicht darum, "die Presse zu zensieren", sondern nur darum, "in bestimmten Momenten ein wenig gesunden Menschenverstand walten zu lassen", so Mauresmo weiter.
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