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French Open 2016: Shelby Rogers und Albert Ramos-Vinolas stehen völlig unerwartet im Viertelfinale
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Publiziert 29/05/2016 um 18:41 GMT+2 Uhr
Eine erfrischende US-Amerikanerin und ein glücklicher Spanier haben bei den French Open für große Überraschungen gesorgt: Die Weltranglisten-108. Shelby Rogers und Albert Ramos-Vinolas (ATP-Nr. 55) zogen völlig unerwartet ins Viertelfinale von Paris ein und sorgten an einem erneut verregneten Turniertag für die Highlights.
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Die 23-jährige Rogers aus dem US-Bundesstaat South Carolina besiegte die an Position 25 gesetzte Irina-Camelia Begu (Rumänien) in 1:19 Stunden mit 6:3, 6:4 und brach nach dem Matchball in Tränen aus. Das ehemalige Ballmädchen Rogers sagte noch auf dem Platz:
Dann schlug sie sich völlig entgeistert die Hände vor ihr Gesicht.
In der Box von Rogers jubelten ihre Eltern und ihr Freund frenetisch über die "Cinderella"-Story von der Seine. Die Blondine, die zuletzt als Juniorin auf rotem Sand gespielt hatte, hat damit bereits ein Preisgeld von umgerechnet rund 326.000 Dollar sicher. Das ist fast die Hälfte dessen, was sie vorher in ihrer gesamten Karriere (799.773 Dollar) eingestrichen hatte.
Rogers, einst beim heimischen Turnier in Charleston als Ballkind im Einsatz, trifft nun auf Mitfavoritin Garbine Muguruza (Spanien/Nr. 4), die die frühere Paris-Siegerin Swetlana Kusnezowa (Russland/Nr. 13) mit 6:3, 6:4 ausschaltete.
Die letzte nicht in den Top 100 stehende Viertelfinalistin in Paris war 2012 die Kasachin Jaroslawa Schwedowa.
Rogers hatte sich zuvor in der dritten Runde bereits überraschend gegen die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien/Nr. 10) durchgesetzt.
Überraschung gegen Raonic
Auch Ramos-Vinolas war nach seinem 6:2, 6:4, 6:4 gegen den Weltranglisten-Neunten Milos Raonic (Kanada) überwältigt. Der Linkshänder (28), der zuvor vier Mal in Folge in der ersten Runde von Roland Garros verloren hatte, garantierte:
Auf Ramos-Vinolas wartet nun in Titelverteidiger Stan Wawrinka (Nr. 3) aber ein ganz großer Brocken. Der Schweizer zog durch ein 7:6 (5:7), 6:7 (7:9), 6:3, 6:2 gegen Stuttgart-Finalist Viktor Troicki (Serbien/Nr. 22) ins Viertelfinale ein und darf weiter von seinem insgesamt dritten Major-Coup träumen.
Raonic indes erlebte durch die Niederlage gegen Außenseiter Ramos-Vinolas einen Rückschlag. Der Melbourne-Halbfinalist will nun mit John McEnroe als neuem Berater in seinem Team für gute Ergebnisse in der anstehenden Rasensaison sorgen. "Es geht darum, mich zu verbessern und mein Potenzial auf Gras noch besser auszuschöpfen. John wird mir dabei helfen", sagte der 1,96 Meter große Raonic.
Der 25-Jährige hatte vor zwei Jahren als erster Kanadier überhaupt im Viertelfinale von Roland Garros gestanden.
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