French Open - Deutschland bangt mit Maria und Witthöft: Das dürft Ihr am Donnerstag nicht verpassen!

Letzter Aufruf für Deutschlands Asse in Roland Garros!? Sollten Tatjana Maria und Carina Witthöft heute ihre Zweitrunden-Matches verlieren, ist der deutsche Tennis-Super-GAU perfekt - dann wären alle 13 Profis draußen. Eine große Show verspricht einmal mehr Nick Kyrgios, während Andy Murray eine Steigerung anpeilt. Wir sagen Euch, worauf Ihr am Donnerstag bei den French Open achten müsst.

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Fotocredit: Eurosport

Der Starter:

Es mag klangvollere Partien geben als das um 11:00 Uhr beginnende Zweitrunden-Match zwischen Elina Svitolina und Tsvetana Pironkova, sportlich ist das Kräftemessen zwischen der Ukrainerin und der Bulgarin allerdings weit mehr als nur das Aufwärm-Programm des Tages. Svitolina gehört nicht umsonst zum Kreis der Favoritinnen, häufte die Weltranglisten-Sechste doch in dieser Saison schon vier Titel an, zwei davon auf Sand. Pironkova, die zum Auftakt Mona Barthel schlug, hat ihre Roland-Garros-Tauglichkeit bereits bewiesen - im Vorjahr erreichte die 29-Jährige das Viertelfinale. Eines haben die beiden Spielerinnen allerdings nicht - Erfahrung im direkten Duell, denn das gab es bislang noch nie.

Das Match des Tages:

Zu einem hochinteressanten Duell kommt es auf Court 2. Juan Martín del Potro hat es in seinem Zweitrunden-Match mit Nicolás Almagro zu tun. Obwohl beide Spieler keine Dauergäste in höchsten Weltranglisten-Gefilden sind, haben sie sich zu Titel-Hamstern entwickelt. 32 Turniere gewannen beide zusammen, der Argentinier 19, der Spanier 13. Im direkten Vergleich führt del Potro zwar mit 3:0, allerdings fanden diese Matches allesamt auf Hartplatz statt. Und jetzt kommt das große Aber aus Sicht des Südamerikaners: Almagro gewann seine 13 Titel allesamt (!) auf Sand, "Delpo" selbst bringt es auf dem roten Belag "nur" auf vier Erfolge. Wird spannend!

Die deutschen Hoffnungen:

2 von 13 deutsche Profis haben es in die 2. Runde geschafft, die Bilanz kommt einer Bankrotterklärung nahe. Carina Witthöft und Tatjana Maria ist es zu verdanken, dass die 2. Runde nicht komplett ohne deutsche Beteiligung über die Bühne geht. Erstere bekommt es nun mit der Französin Pauline Parmentier zu tun, der Drittrunden-Einzug scheint machbar. Beide Spielerinnen bewegen sich im Ranking in ähnlichen Sphären (Witthöft 73, Parmentier 81), im direkten Duell steht es 1:1.
Tatjana Maria, früher als Tatjana Malek auf der Tour unterwegs, steht derweil vor einer fast unlösbaren Aufgabe: Die Weltranglisten-102. muss gegen Simona Halep ran, die für viele Experten Topfavoritin auf den Turniersieg ist. Der direkte Vergleich hält allerdings eine Überraschung bereit: Maria führt mit 2:0! Die Matches sind allerdings lange her, 2009 standen sich die Deutsche und die Rumänin in Makarska und Monzon gegenüber. Eurosport-Experte Boris Becker lobte Maria nach ihrem Auftaktsieg gegen Ying-Ying Duan:

Die Favoriten im Fokus:

Rafael Nadal und Novak Djokovic sind bereits souverän in die 3. Runde eingezogen, 2015-Champion Stan Wawrinka und Andy Murray wollen nachlegen. Der an Position drei gesetzte Schweizer und die britische Nummer eins der Setzliste werden parallel aufschlagen: Wawrinka gegen Alexandr Dolgopolow auf Philippe-Chatrier, Murray gegen Martin Klizan auf Suzanne-Lenglen. Sollten beide ihrer Favoritenrolle gerecht werden, stehen die Top 4 der Setzliste - wie erwartet - in der 3. Runde.

Der "Youngster to watch"

Andy Murray ist die Lichtgestalt, aber was kommt eigentlich nach im britischen Männer-Tennis? Kyle Edmund! Mit 22 Jahren ist der Weltranglisten-49. die Nummer zwei auf der Insel, die ATP nahm ihn bereits im Vorjahr in die sogenannte "Next Generation" auf (hier gibt's Exklusiv-Interviews mit den Next-Gen-Spielern). Gegenüber Eurosport.de erklärte Edmund seinen Spielstil:
In der 2. Runde bekommt der Brite es mit Renzo Olivo zu tun. Der Argentinier ist spätestens seit der 1. Runde auch einem breiteren Tennis-Publikum bekannt: Olivo schlug völlig überraschend Jo-Wilfried Tsonga....

Star des Tages

Über Nick Kyrgios gibt es viele Geschichten, der Australier wird wahlweise mit dem Signet des "Bad Boys" oder "Showmans" versehen. Am 5. Turniertag hat der 22-Jährige seinen zweiten Auftritt bei diesen French Open - gegen den Südafrikaner Kevin Anderson ist er der klare Favorit. Kyrgios' Klasse auf dem Platz wird nicht einmal von Kritikern in Abrede gestellt, sein extrovertiertes Verhalten sorgt umso mehr für Diskussionen. Auch Eurosport-Expertin Barbara Schett hat sich Gedanken um Kyrgios' Temperament gemacht - die ehemalige Weltranglisten-Achte hat eine klare Meinung:
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