Djokovic traf im Halbfinale bei den French Open auf Nadal und setzte sich in vier Sätzen mit 3:6, 6:3, 7:6, 6:2 durch. Der Spanier musste damit seinen Traum vom 14. French-Open-Titel vorerst begraben.
"Ich habe Rafa noch nie so kraftlos in Roland-Garros gesehen", meinte Ivanisevic verwundert gegenüber "Tennis Majors". Der Serbe habe Nadal in Paris "eine Tennislektion erteilt".
Der Kroate ist allerdings der Meinung, dass es für die Nummer eins der Welt einfacher gewesen sei, gegen den Sandplatzkönig bereits im Halbfinale zu spielen als erst im Finale auf ihn zu treffen.
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"Rafa hat noch nie ein Finale in Paris verloren. Die Herangehensweise und Mentalität für ein Finale ist immer sehr speziell und Rafa hat 13 Titel in Paris. Es ist eine ähnliche Mentalität, die Djokovic bei den Australian Open hat", erklärte der Coach.

Djokovic-Coach lobt Tsitsipas

Der ehemalige Profi ist sich aber auch sicher, dass ein Sieg gegen Nadal nichts bedeutet hätte, wenn Djokovic das Finale verloren hätte.
Im Finale setzte sich Djokovic bekanntlich gegen Stefanos Tsitsipas in fünf Sätzen mit 6:7 (6:8), 2:6, 6:3, 6:2, 6:4 durch und gewann seinen 19. Grand-Slam-Titel. Ivanisevic outete sich im Interview als Fan des jungen Griechen, denn Tsitsipas würde "fantastisches Tennis" spielen.
"Von allen jüngeren Spielern ist er mein Favorit", so der 49-Jährige.

Ivanisevic liefert Erklärung für Djokovic-Ausbrüche

Der Trainer hatte auch eine Erklärung, wieso es im Finale so schien, als ob Djokovic auf die Sonne sauer gewesen sei: "Novak sucht sich oft jemanden zum Kämpfen. Er braucht das, es treibt ihn an. Wenn es nicht wir in der Box sind, dann ist es die Sonne, wenn es nicht die Sonne ist, dann sind es die Wolken."
Der Kroate selbst coachte den 34-Jährigen allerdings nicht in Paris, da Marian Vajda, ebenfalls Trainer von Djokovic, vor Ort war.
In Wimbledon, wo Ivanisevic selbst 2001 seinen einzigen Grand-Slam-Titel gewann, wird er aber wieder Djokovic zur Seite stehen.

Ivanisevic träumt vom Grand Slam

Denn mit dem Rasenklassiker steht bereits in zwei Wochen das nächste Grand-Slam-Turnier an. Ivanisevic ist sich sicher, dass Djokovic auch in London der Favorit auf den Titel ist. Gelingt ihm ein Triumph in Wimbledon und anschließend auch noch der Sieg bei den US-Open, dann wäre der Weltranglistenerste der erste Spieler der Open Era, der alle Grand-Slam-Turniere in einem Kalenderjahr gewinnen konnte.
"Es ist schon lange her, als ich gesagt habe, dass Djokovic der einzige Spieler ist, der alle Grand-Slam-Siege in einem Kalenderjahr erreichen kann. Ob das passiert oder nicht, weiß ich natürlich nicht, aber wenn es jemand schafft, dann Novak", meinte sein Coach diesbezüglich.
Ivanisevic äußerte sich im Interview auch zu den Zukunftsplänen von Djokovic. Auf die Frage, wie lange der Serbe noch spielen werde, antwortete er: "Das ist es, was sich viele Leute fragen. Er ist ein Genie, ein Mensch, der immer danach strebt, besser zu werden. Er wird so lange auf diesem Niveau spielen, wie er will - zwei, drei, vier Jahre. Er ist hungrig nach Siegen und Rekorden, und er ist glücklich, wenn er auf dem Platz steht."
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