Novak Djokovic steht im Halbfinale der French Open und das, obwohl er von Matteo Berrettini spät in Verlegenheit gebracht wurde. Der Italiener setzte alles daran, das Match noch zu drehen. Djokovic beendete das Spiel, das in der Night Session stattfand, aber dann in vier Sätzen mit 6:3, 6:2, 6:7 (5:7) und 7:5 und trifft im Halbfinale auf Rafael Nadal.
"Die Intensität war enorm hoch", sagte Djokovic nach dem Spiel. "Aber ich habe es bei meinem Aufschlag gut gemacht."
Matteo Berrettini kam gut in die Partie und konnte seine Aufschlagspiele souverän durchbringen. Schon sehr früh musste Novak Djokovic den ersten Breakball abwehren.
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Doch recht schnell drehte der Weltranglistenerste auf, servierte mehrere Asse und ging so früh mit 4:1 in Führung. Berrettini machte zwar Druck, aber auch viele Fehler.
Nach 52 Minuten holte sich Djokovic den ersten Satz mit 6:3.

Djokovic dominiert: Einbahnstraße im zweiten Satz

Der Italiener haderte mit sich nach dem verlorenen ersten Satz, hatte Schwierigkeiten mit seinem Aufschlagspiel. Nach dem 2:2 zeigte Djokovic einen schönen Rückhand-Crossball und holte sich das Break zum 3:2. Berrettini war nun mehr um schnelle Konter bemüht, patzte aber ein ums andere Mal, beim Stopp und beim Slice.

Matteo Berrettini im Viertelfinale gegen Novak Djokovic.

Fotocredit: Imago

Als sich Djokovic nach 1:28 Stunden den zweiten Satz mit 6:2 holte, sprach Eurosport-Kommentator Matthias Stach von "Einbahnstraßen-Tennis".

Berrettini bäumt sich auf

Der 25-jährige Außenseiter wollte in Satz drei tatsächlich aus der Sackgasse flüchten, ging mit 2:1 in Führung und zeigte einige sehenswerte Bälle, inklusive dreier Asse. Sein Aufschlagspiel funktionierte nun wieder deutlich besser als zu Beginn des Satzes und mit einem starken Vorhandwinner ging er schließlich mit 4:3 in Führung. Berrettini pushte sich lautstark und bekam Applaus vom Publikum.

Djokovic bleibt Sieger im Slice-Duell gegen Berrettini

Djokovic preschte erneut heran und punktete zum 4:4. Berrettini hielt sich vor allem durch sein hervorragendes Aufschlagspiel im Match und brachte sich mit einem 6:5 in den Tiebreak. Dort behielt er die Nerven und ließ Djokovic die Fehler machen. Nach 2:26 Stunden machte Berrettini den Satzball zum 7:6 und brachte Djokovic in die Verlängerung.

Selbst Djokovic applaudiert: Berrettini brilliert mit Squash-Schlag

Zuschauer müssen um 23 Uhr gehen - Match unterbrochen

Der vierte Satz war lange ausgeglichen, Berrettini wusste immer wieder, wie er Djokovic ans Limit bringen konnte. Es entwickelte sich eine unterhaltsame Partie, bis die Zuschauer um drei Minuten vor 23 Uhr aus dem Stadion geschickt wurden. Auch die beiden Hauptdarsteller des Abends verließen dafür den Court für einige Minuten.

Pfeifkonzert auf Chatrier! Publikum muss Night Session verlassen

Novak Djokovic zeigte in der Folge Schwächen, rutschte einmal aus und fiel. Berrettini hielt mit, brachte es zum 5:5 - und das Spiel wurde langsam zur Nervenschlacht, die in beide Richtungen hätte enden können. Djokovic sicherte sich den Matchball, doch Berrettini hielt zwei Mal dagegen, was den Serben zum Ausrasten brachte. Nach einem weiteren abgewehrten Matchball, schrie Djokovic aber seine Freude - eher ein wenig aggressiv - in den Nachthimmel.

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