"Unser Match war definitiv das Spiel des Tages. Also hat Roland-Garros Amazon für wichtiger befunden als die Zuschauer."
So lautete die These, die Daniil Medvedev nach dem 3:6, 6:7 (3:7), 5:7 gegen Stefanos Tsitsipas aufstellte.
Der Grund: Aufgrund der Ausgangsbeschränkungen waren in der um 21:00 Uhr beginnenden Session keine Zuschauer auf dem Court Philippe-Chatrier und der Turnieranlage zugelassen.
French Open
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08/06/2021 AM 21:30
Für Medvedev stand daher fest: Veranstalter FFT (Fédération Française de Tennis) wollte die Partie lieber Amazon anbieten, das Übertragungsrechte an den 21:00-Uhr-Partien erworben hatte.
Es sei grundsätzlich zwar gut, "Sponsoren zu haben, so verdienen wir Tennisspieler unser Geld", gab der 25-Jährige zu.

Medvedev stellt provokante Frage in den Raum

Allerdings: "Wir haben mehr Zuschauer hier als im vergangenen Jahr, wir haben Amazon. Keine Ahnung, ob die letztes Jahr auch da waren, aber wir bekommen 15 Prozent weniger Preisgeld. Die Frage ist also: Wo ist das Geld von Amazon?", unkte Medvedev.

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Und der Tennisstar hatte auch noch eine kuriose Anekdote im Gepäck, um seine These zu untermauern.
"Ich habe gestern erst die dritte Staffel von 'Drive to Survive' angefangen", erzählte Medvedev. Dabei handelt es sich um eine Netflix-Dokumentation, die hinter die Kulissen der Formel 1 blickt.

Cash is King - auch bei den French Open?

"Die erste oder zweite Folge heißt 'Cash is King'. Ich wusste nicht, warum sie so heißt", fuhr Medvedev fort. "Aber als die Pandemie begann, waren sie in Australien, bereit zu fahren. Lewis Hamilton wurde gefragt, was er davon halte, in der aktuellen Lage Rennen zu fahren. Er sagte, dass er nicht wisse, was sie hier täten. Also wurde er gefragt, warum das Rennen seiner Meinung nach stattfände. Seine Antwort: Cash is King."
Und genau darum gehe es nun bei den French Open in Paris auch.
Allerdings hat sich der Trip an die Seine auch für Medvedev ausgezahlt: 255.000 Euro streicht er als Viertelfinalist immerhin noch ein.
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