"Ich bin mega, mega sauer, dass ich den ersten Satz nicht gewonnen habe", ärgerte sich Struff im Exklusiv-Interview mit Eurosport. "Das Match ist aus meiner Sicht ganz bitter abgelaufen."
Der erste Satz entwickelte sich zu einem Krimi, der es in sich hatte. Dabei sah es zunächst nach einer klaren Angelegenheit für Struff aus.
Der 31-Jährige kam super in die Partie, kaufte Schwartzman den Schneid ab und führte bereits mit 5:1. "Es ist zu wenig, was der Argentinier bislang macht", urteilte Eurosport-Experte Markus Zoecke.
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Das änderte sich dann allerdings schlagartig.
Schwartzman kam vom 1:5 zum 5:5, während Struff sage und schreibe sechs (!) Satzbälle liegen ließ.
Und auch im Tiebreak konnte der Weltranglisten-42. einen Satzball nicht nutzen.

Drama-Tiebreak mit Glücks-Satzball: Struff bedient

So kam es wie es kommen musste: Schwartzman behielt mit 11:9 die Oberhand und schnappte sich nach 66 Minuten die Satzführung.
Der Weltranglistenzehnte zeigte auch im zweiten Satz eine enorme Coolness in den entscheidenden Phasen der Partie. Zunächst machte Schwartzman nach dem verlorenen Aufschlagspiel zum 1:2 den Rückstand wett, dann schlug er im zehnten Spiel zu und holte sich das 6:4.

"Struff hätte deutlich mehr verdient gehabt"

Das Momentum war nun klar auf der Seite des Südamerikaners, der den dritten Satz mit einem "Zwischensprint" zum 3:0 eröffnete. "Das Ergebnis ist zu klar. Struff hätte hier deutlich mehr verdient gehabt, besonders im ersten Satz", stellte der ehemalige Davis-Cup-Spieler Zoecke klar.

Achtelfinale: Ganz bittere Erfahrung für Struff

Struff schien es gehört zu haben, legte noch einmal alles rein und machte aus einem 0:4 ein 4:4. Das Publikum feuerte den Warsteiner ob seines Kampfgeistes leidenschaftlich an.
Nach drei Stunden und zwei Minuten musste sich Struff dennoch geschlagen geben, nachdem Schwartzman das Break zum 7:5 gelang.
"Ich habe gewusst, dass ich die Waffen habe, um ihm weh zu tun. Ich hätte den ersten Satz gewinnen und dann mit einem guten Gefühl in den zweiten gehen müssen", analysierte Struff das Aus .
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