"Es ist wirklich traumhaft. Ich habe heute einen Super-Tennistag gehabt und mein Spiel von Anfang bis Ende durchgezogen", erklärte Kohlschreiber nach seinem Coup.
"Sowohl Kohlschreiber als auch Koepfer haben ihre Matches selbst in die Hand genommen, Druck ausgeübt und die Partien gestaltet", lobte Eurosport-Experte Markus Zoecke, der selbst viermal im Hauptfeld der French Open stand.
Kohlschreiber, einst Weltranglisten-16. und mittlerweile auf Rang 132 geführt, leistete sich in einem umkämpften Match zunächst weniger leichte Fehler.
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Im zweiten Durchgang wehrte er nervenstark Satzbälle ab und schlug dann im Tiebreak zu. Karazew kam nicht mit Kohlschreibers hohem Spin auf die Rückhandseite zurecht.

Kohlschreiber erklärt seinen Coup: "Ich war in seinem Kopf"

Kohlschreibers beste Ergebnisse waren 2009 und 2013 der Einzug ins Achtelfinale von Paris.

Kohlschreiber nun gegen Schwartzman

Dies könnte er nun mit einem Sieg im kommenden Duell gegen Diego Schwartzman (Argentinien/Nr. 10) wieder erreichen.

2. Runde: Kohlschreiber spielt gegen Karatsev groß auf

Vor seinen Auftritten in Paris hatte der erfahrene Profi seit Februar 2020 auf einen Sieg auf Tourlevel gewartet.
"Kohlschreiber hatte lange Zeit kein Best-of-five-Match mehr gespielt und war am Ende trotzdem frischer als Karatsev. Er hat kaum Fehler gemacht und was besonders gut war: Er ging an die kurzen Bälle und hat seine Chancen genutzt. Kohlschreiber hat mich wirklich beeindruckt", urteilte Eurosport-Expertin Barbara Rittner.

Koepfer fordert nun Federer

Koepfer sei indes "ruhig geblieben". Der 27-Jährige "aggressiv von hinten gespielt. Besonders beeindruckend aber war sein zweiter Aufschlag, der im Schnitt rund 160 km/h schnell war. Fritz hat immer gelauert in diesen Momenten, aber Koepfer hat ihm keine Chance gegeben. Eine saubere Leistung", so Rittner.

2. Runde: Bockstark - Koepfer zieht's durch gegen Fritz

Der Profi aus Furtwangen kämpft nun gegen Roger Federer um den Einzug in sein zweites Achtelfinale bei einem Grand Slam nach den US Open 2019.
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Koepfer nutzte zunächst die zahlreichen "unforced errors" seines Gegners eiskalt aus und nahm ihm im ersten und zweiten Durchgang jeweils zum Satzgewinn dessen Aufschlag ab.
Danach aber spielte Fritz sicherer, bei Koepfer häuften sich die Fehler. Im vierten Satz fing sich der Linkshänder wieder, schaffte ein Break zum 2:1 und setzte sich nach 2:35 Stunden beim ersten Matchball mit einer krachenden Vorhand durch.
"Ich spiele die großen Turniere jetzt zum zweiten Mal und ich habe immer mehr das Gefühl, dass ich hier hingehöre. Ich glaube an mich und die Resultate kommen", so Koepfer.
(mit SID)
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