"Ich habe mein Level deutlich angehoben, es war ein sehr anderes Match als vorgestern", sagte Alexander Zverev: "So war es mir viel lieber, und ich habe die Atmosphäre hier genossen."
Es war beeindruckend, wie stabil und stark Nakashima im ersten Satz agierte. Der Außenseiter hielt sein Aufschlagspiel und zwang Zverev in den Tiebreak. Erst in dieser Phase gelang es dem 25-Jährigen, seine qualitativen Vorteile auszuspielen.
Mit 7:2 sorgte Zverev für klare Verhältnisse und sicherte sich nach einer knappen Stunde die Satzführung.
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"Obwohl Sascha mehr Fehler auf der Vorhand gemacht hat als Nakashima insgesamt unerzwungene, hat er den Satz geholt.

"Ein Ufo!" Zverev verfehlt Taube nur knapp - Ball wird wiederholt

Es geht eben nicht nur um die Anzahl, sondern um das Timing", erklärte Bruder Micha Zverev, der das Match als TV-Experte für Eurosport begleitete.
Der zweite Satz begann ebenfalls sehr ausgeglichen, wobei Zverev sich steigerte.
"Er positioniert sich besser, steht seitlicher zum Ball. Wenn die Beinarbeit gut ist, muss der Arm weniger arbeiten, was es leichter macht", analysierte Bruder Mischa.

"Ein Ufo!" Zverev verfehlt Taube nur knapp - Ball wird wiederholt

Der Lohn ließ nicht lange auf sich warten. Im vierten Spiel gelang dem Olympiasieger das erste Break der Partie zum 3:1.

Mischa lobt Bruder Alex: "Das war perfekt"

Zverev gab den Vorteil nicht mehr aus der Hand und transportierte ihn zum souveränen Satzgewinn. "Das war perfekt. Die Beinarbeit bei der Vorhand war sauber, die Rückhand kam hervorragend", lobte Mischa Zverev die Leistung im zweiten Durchgang.

La Ola stoppt Zverev-Match - ihm gefällt's!

Nakashima war aber noch nicht geschlagen, im Gegenteil. Der 20-Jährige geriet zwar nach einem Aufschlagspielverlust mit 2:3 ins Hintertreffen, konterte aber mit dem Re-Break.
Die Entscheidung fiel im Tiebreak, den Zverev nach insgesamt 2:48 Stunden knapp mit 7:5 für sich verbuchte.

Zverev mit klarer Steigerung

Für den Deutschen war es eine klare Steigerung zur 2. Runde, als er im Fünfsatz-Marathon gegen Sebastián Báez einen Matchball abwehren musste.
"Die Rückhand war Wahnsinn, zwar mit ein paar Fehlern, aber dennoch hervorragend. Wie beim Matchball, den Sascha auch über die Rückhand genutzt hat. Und auch die Beinarbeit war sehr gut", zog Mischa Zverev im Gespräch mit Eurosport-Reporter Matthias Stach eine durch und durch positive Bilanz.
Im Achtelfinale, dem fünften in Folge in Paris, betritt Zverev Neuland. Erstmals steht er Bernabé Zapata Miralles gegenüber. An der Rollenverteilung gibt es keine Zweifel: Der Olympiasieger ist haushoher Favorit gegen den spanischen Qualifikanten.
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