French Open: Casper Ruud schwärmt vor Finale bei Roland-Garros von Kindheitsidol Rafael Nadal

Casper Ruud steht im Finale der French Open (Sonntag, live ab 15 Uhr bei Eurosport) eine Mammutaufgabe bevor. Rafael Nadal tritt dem norwegischen Star als 13-maliger Champion gegenüber. Für den Spanier hat Ruud nichts als Faszination übrig. Wie der Skandinavier vor dem Endspiel durchblicken ließ, hat er im Gegensatz zu seinen gescheiterten Vorgängern einen entscheidenden Vorteil.

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Quelle: Eurosport

Nadal hat Ruud geprägt - das steht nach einem Blick in die ersten Erinnerungen des 23-Jährigen fest. "Meine erste Erinnerung, die ich an das TV habe, ist tatsächlich eines seiner Matches bei Roland-Garros", erklärte der Norweger gegenüber Eurosport bei den Australian Open.
Damals stand Nadal in seinem ersten French-Open-Finale und zwang den Argentinier Mariano Puerta 6:7, 6:3, 6:1, 7:5 in die Knie. "Ich erinnere mich noch, wie er im Finale gegen Puerta ärmellos spielte, wie ein Verrückter herumlief und sich jeden Ball holte", schwärmte er von Nadal.
Am Sonntag (ab 15 Uhr live bei Eurosport und im Ticker auf Eurosport.de) bittet er sein Kindheitsidol selbst zum Tanz. Mittlerweile steht Nadal bei Roland-Garros bei einer Finalbilanz von 13:0, Ruud selbst nimmt hingegen sein erstes Grand-Slam-Finale in Angriff.
Was Ruud von seinen gescheiterten Vorgängern Novak Djokovic, Roger Federer oder Andy Murray unterscheidet? 2018 trat der Youngster der Rafael Nadal Academy bei und kam dort mit dem spanischen Schwergewicht in Berührung. Sogar im Training trafen die beiden aufeinander. "Es stimmt, dass wir einige Trainingssätze gespielt haben. Er hat mich immer besiegt", gestand Ruud. Aber: "Wir haben in seiner Akademie gespielt und ich wollte höflich sein", scherzte er gegenüber der "Marca".

French Open: Ruud will Finale gegen Nadal genießen

"Gegen Nadal im Finale von Roland-Garros zu spielen, ist die größte Herausforderung, die es im Sport gibt", weiß Ruud um die Mammutaufgabe, die ihm bevorsteht. "Er hat alle 13 Endspiele hier gewonnen, so dass es wie eine unmögliche Aufgabe erscheint."
Von der Schwierigkeit seines Vorhabens will sich Ruud aber nicht abschrecken lassen. "Ich bin mir bewusst, dass ich nicht der Favorit bin, aber ich muss daran glauben, dass ich gewinnen kann", gab er sich kämpferisch.
Während sich Ruud im Halbfinale gegen Marin Cilic 3:6, 6:4, 6:2, 6:2 durchsetzte und als erster Norweger im Finale der French Open steht, stand Nadal am Freitag Alexander Zverev gegenüber. Der große Kampf, den sich die beiden Ausnahmekönner lieferten, fand ein vorzeitiges Ende. Zverev knickte während des zweiten Satze böse um und musste den Platz auf dem Rollstuhl verlassen.
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