French Open 2022: Carlos Moya springt Rafael Nadal zur Seite - Debatte um Ansetzungen geht weiter
Die Ansetzungen der French-Open-Veranstalter sorgen in der Tennisszene für Wirbel. Am Sonntag zeigte sich Alexander Zverev verwundert darüber, dass Carlos Alcaraz wiederholt auf Court Philippe Chatrier aufschlagen durfte, während er und Novak Djokovic schon mehrfach auf den zweitgrößten Platz der Anlage ausweichen mussten. Nun schaltet sich auch Carlos Moya in die Debatte ein - wegen Rafael Nadal.
Rafael Nadal and Novak Djokovic
Fotocredit: Getty Images
Ganz einfach war die Entscheidung für die Turnierverantwortlichen bei den French Open nicht, denn die Vorlieben der Superstars sind höchst unterschiedlich. Da wäre zum einen die Nummer eins der Welt, Novak Djokovic, der schon häufiger zum Ausdruck brachte, dass er gerne am Abend spielen würde, während der 13-malige Champion Rafael Nadal die etwas wärmeren Bedingungen am Nachmittag favorisiert.
Da wäre aber auch Shootingstar Carlos Alcaraz, der bereits zwei seiner vier Matches in der Night Session absolvieren musste und inzwischen ebenfalls darum gebeten hat, ihn im Viertelfinale gegen Alexander Zverev nicht schon wieder im Dunkeln spielen zu lassen: "Das wäre unfair mir gegenüber. Ich sage nicht, dass es mich stört, aber ich habe dadurch weniger Erholungszeit, weil das Match erst spät endet."
Während Alcaraz Bitte Gehör fand, wurde ausgerechnet die von Nadal diesmal überhört. Ein Fakt, der seinem Trainer Carlos Moya nicht gefällt, wie er gegenüber "RMC Sports" ausführte.
"Ich würde nicht sagen, dass es an Respekt mangelt. Aber hier in Roland-Garros genießt Rafa große Anerkennung. Er hat 13 Mal das Turnier gewonnen und wenn er einen Antrag stellt, sollten Sie (die Turnierverantwortlichen, Anm. d. Red.) zuhören", so die ehemalige Nummer eins der Welt.
Nadal sei eben "Teil der Turnier-Geschichte". Dennoch wisse man selbstverständlich, "dass niemand größer ist als Grand-Slam-Turniere", ordnete der Spanier ein. "Am Ende ist es eine Frage des Geschäfts, und das verstehen wir."
Zverev moniert zu starken Fokus auf Alcaraz
Bereits am Sonntag hatte Deutschlands bester Tennisprofi Alexander Zverev die Ansetzungen der Verantwortlichen kommentiert. . "Klar ist er dieser neue Superstar und es macht auch Spaß, ihm zuzuschauen", sagte der Olympiasieger, der sich am Sonntag mit 7:6 (13:11), 7:5, 6:3 im Achtelfinale gegen Bernabé Zapata Miralles durchsetzte. "Ich habe aber das Gefühl, die anderen Spieler werden so ein bisschen links liegen gelassen."
Dabei ging es ihm nicht um die Ansetzung in der Night Session, sondern darum, wer auf welchem Platz spielt. Während Alcaraz als Weltranglistensechster dreimal auf dem Court Philippe Chatrier aufschlug, war es Zverev als Nummer drei der Welt erst einmal vergönnt, auf dem größten Platz und Aushängeschild des Turniers zu spielen. Auch der 20-malige Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic musste zweimal auf dem Court Suzanne-Lenglen antreten.
Zverev fügte an, dass sich Djokovic und Nadal alle Privilegien in dieser Hinsicht erarbeitet hätten: "Es geht nicht um mich, sondern viel mehr um die anderen Spieler."
Erklärungen vonseiten der Organisatoren zu dem Thema gebe es nicht, sagte Zverev: "Ich würde jetzt nicht sagen, dass ich ein schlechter Spieler bin und dass man mit mir auch ein bisschen kommunizieren könnte."
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(mit SID)
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Zverev exklusiv: "Alcaraz bekommt das, was er will"
Quelle: Eurosport
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