Psychospielchen von Rafael Nadal? French-Open-Finalgegner Casper Ruud gibt Einblicke

Casper Ruud stand erst vor Kurzem im French-Open-Finale. Sein Gegner: Kein Geringerer als Rekordsieger Rafael Nadal. Der Norweger spricht im Eurosport-Interview über seine Niederlage in Paris (3:6, 3:6, 0:6) und die intensiven Aufwärmübungen von Nadal in den Katakomben vor dem Match, die durchaus einschüchtern können. "Er zeigt, dass er da ist und dass er bereit ist, viel zu laufen", sagte Ruud.

Der "Walk On Court": Ruud schüchtern, Nadal aggressiv

Quelle: Eurosport

Auf die Frage, ob diese Aktionen des Spaniers eine Art Psychospielchen vor dem Spiel seien, meinte die neue Nummer fünf der Welt: "Da kann was dran sein. Aber ich glaube nicht, dass er es tut, um den Gegner einzuschüchtern. Ich glaube, dass er das nicht braucht."
Nadal habe sich in seiner Karriere - besonders in Paris - "ausreichend Respekt" erarbeitet.
"Er ist gut genug. (...) Offensichtlich funktioniert es für ihn, er hat es über 1000 Mal gemacht, er hat über 1000 Spiele gewonnen. Das ist wohl eine Art Routine für ihn", ergänzte Ruud.
Vor allem in den Sozialen Medien hatte nach dem Roland-Garros-Finale die Szene vor dem Endspiel für Aufsehen gesorgt: Nadal hatte da fast den gesamten Gang für sich und seine Übungen beansprucht, während Ruud vergleichsweise ruhig, fast schüchtern, an der Wand wartete.

Ruud freut sich schon auf French Open 2023

Trotz seiner Niederlage gegen Nadal, der zum 14. Mal in Paris den Titel holte, zieht der 23-Jährige viel Positives aus den French Open.
"Man bekommt das Gefühl, der Weltspitze noch näher zu sein als zuvor. Wenn ich mir meine Möglichkeiten bei den Grand Slams in den nächsten Jahren ansehe, ist klar, dass Roland-Garros immer das Turnier sein wird, bei dem ich mit dem Gefühl anreise, die besten Chancen zu haben", erklärte Ruud.
Es helfe, "relativ früh in meiner Karriere ein so gutes Ergebnis erzielt zu haben. Das lässt mich glauben, dass ich wieder dorthin zurückkehren kann", meinte der junge Norweger weiter: "Man erhält eine zusätzliche Motivation und glaubt an sich selbst, dass man es wieder schaffen kann." Eine Bitte hatte Ruud aber auch. "Wenn es ein nächstes Mal geben sollte, hoffen wir, dass es nicht gegen Rafa auf Philippe-Chatrier sein wird", scherzte die neue Nummer fünf.

Das Gelbe vom Ball – Der Tennis-Podcast von Eurosport:

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Jetzt wird's deutlich: Nadal führt Ruud im Finale vor

Quelle: Eurosport

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