French Open 2023 - Alexander Zverev reagiert auf Verwirrung um Insulin-Spritzen und fordert "klare Strukturen"
Alexander Zverev hat seine Erkrankung am Diabetes-Typ 1 längst öffentlich gemacht. Bedeutet: Der 26-Jährige braucht von Zeit zu Zeit eine Insulin-Spritze, auch während der Matches. Bei den Offiziellen der French Open löste Zverev damit jedoch Verwirrung aus, es enstanden Unklarheiten. "Entscheidet euch einfach, was ihr wollt von mir. Dann mache ich es so", forderte Zverev exklusiv bei Eurosport.
Zverev exklusiv zu Insulin-Thematik: "Es muss eine Struktur geben"
Quelle: Eurosport
Nach dem zweiten Satz seiner Achtelfinalpartie musste sich Alexander Zverev eine Insulin-Spritze setzen. Alltag für den Tennisprofi, bei dem schon als Kind Diabetes diagnostiziert wurde. Nur der Supervisor wusste nicht Bescheid oder nicht, wie er damit umzugehen hat.
Kein Einzelfall bei den French Open, wie Alexander Zverev bei Eurosport erklärte. "Auf der ATP Tour mache ich das auf der Bank, hier erlauben sie es mir nicht. Ich darf es nicht auf dem Platz machen und muss jedes Mal rauslaufen", so der 26-Jährige.
"Beim letzten Match wurde mir dann gesagt, dass das als Toilettenpause gilt. Da habe ich gesagt: 'Leute, es kann sein, dass ich vier- oder fünfmal vom Platz gehen muss. Entscheidet euch mal, was ich machen soll'", berichtete Zverev.
Tatsächlich hätte der Hamburger ein echtes Problem, wenn dies so gewertet werden würde, denn in einem Match mit bis zu vier Sätzen steht jedem Spieler nur eine Toilettenpause zu, ab dem fünften Satz dann eine zweite.
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Ärger um Zverevs Insulin-Spritze: Supervisor offenbar nicht im Bilde
Quelle: Eurosport
Aurélie Tourte, Schiedsrichterin im Achtelfinale gegen Grigor Dimitrov, arbeite aber auch bei der ATP und habe ihm versichert, dass es sich um keine Toilettenpause handele, wenn er eine Spritze benötige.
Zverev: "Der Supervisor wurde panisch"
Beim vorangegangenen Match gegen Frances Tiafoe sei dagegen ein "Supervisor da gewesen, der gar nicht wusste, dass ich Diabetiker bin. Ich habe mir dann eine Spritze gegeben und er wurde panisch und sagte, ich müsse mir einen Arzt rufen, wenn ich mir was gebe", so Zverev. Das ergebe aber keinen Sinn, weil der Arzt gar nicht wisse, wie viel er sich spritzen müsse.
Daher habe er im Rahmen der vergangenen beiden Matches der Schiedsrichterin gesagt: "Entscheidet euch einfach, was ihr wollt von mir, und dann mache ich es so. Aber schickt mich nicht hin und her. Sagt mir nicht, dass es eine Toilettenpause ist. Sagt mir nicht, dass ich einen Arzt rufen soll. Gerade, wenn man keine Ahnung hat, was ich habe."
Letztlich kam Zverev, der mit einer eigenen Stiftung Menschen mit der Zuckerkrankheit unterstützt, mit der Verwirrung zurecht und steht nach immer besser werdenden Leistungen im Viertelfinale der French Open.
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Becker analysiert Zverev-Sieg gegen Dimitrov: "Er war der Stabilere"
Quelle: Eurosport
Zverev fordert klare Regeln
Dennoch forderte Zverev die Veranstalter zum Handeln auf: "Es muss eine klare Struktur geben, was ich machen soll. Dann ist das doch gar kein Problem, dann mache ich das auch. So ist es halt ein hin und her und niemand weiß, was ich zu tun habe", so der 26-Jährige weiter.
Die Veranstalter hätten zu ihm jedoch gesagt, dass es aussehe, als wenn er "etwas komisches" mache, wenn er sich auf dem Platz spritze oder gar dope.
"Dann seid ihr allerdings nicht sehr schlau, weil ich Diabetiker bin, seit ich dreieinhalb Jahre alt bin - das ist ja jetzt nichts Neues, das mache ich mein Leben lang. Wenn ich mich nicht spritze, komme ich in Lebensgefahr", betonte Zverev auf der anschließenden Pressekonferenz.
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"Dann komm ich in Lebensgefahr": Zverev erklärt Insulin-Diskussion
Quelle: Perform
Zverev: "Nach was soll es denn aussehen?"
Der Olympiasieger reagierte daher mit Unverständnis auf die Verwirrung auf dem Court.
"Nach was soll es denn aussehen? Dass ich mich dope auf den Platz? Das ist eine Diskussion, die völlig sinnbefreit ist", sagte er und ergänzte mit einem Lächeln: "Das war das Gespräch, nicht mehr und nicht weniger."
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Quelle: Eurosport
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