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French Open 2023 - Alexander Zverev wehrt sich gegen Kritik an seiner Person: "Interessiert mich nicht"
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Publiziert 27/05/2023 um 18:56 GMT+2 Uhr
Der deutsche Tennis-Olympiasieger Alexander Zverev hat sich vor Beginn der French Open (28. Mai - 11. Juni exklusiv auf discovery+ und bei Eurosport) deutlich gegen die Kritik an seiner Person gewehrt. "Das interessiert mich nicht. Ich weiß, in welchem Zustand ich bin, und ich weiß, wie ich meine Ziele erreichen kann", sagte er kurz nach seiner Ankunft in Paris am Samstag.
Alexander Zverev
Fotocredit: Getty Images
Im leuchtend lachsfarbenen Trikot und mit etwas Wut im Bauch betrat Alexander Zverev wenige Stunden nach seiner Ankunft in Roland Garros den Trainingsplatz. Kraftvoll donnerte er seine Grundlinienschläge übers Netz und groovte sich ein für den Auftakt bei den French Open in Paris. Dort will Zverev ab Dienstag den lang ersehnten Befreiungsschlag landen - und nebenbei seine prominenten Kritiker verstummen lassen.
"Die Experten geben teilweise ziemlich dumme Kommentare ab", sagte Zverev. Er wolle sich nicht sagen lassen, dass er "nie wieder an der Spitze spielen werde. Ich werde beweisen, dass das nicht stimmt. Ich weiß, wie ich meine Ziele erreichen kann."
Ihre Zweifel an Zverev äußerten vor dem Turnierstart allerdings gleich drei frühere Wimbledonsieger. Boris Becker riet zum "Holz hacken". Michael Stich fehlt beim Olympiasieger aus Hamburg die "Freude am Spiel". Und John McEnroe sieht Zverev gar "auf dem Tiefpunkt" angekommen.
Durch die schwere Knöchelverletzung 2022 im Halbfinale, sagte McEnroe der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", habe Zverev "alles verloren: Selbstvertrauen, Weltranglistenpunkte, seine Ranglistenposition. Das macht seine Situation noch schlimmer." Noch vor einem Jahr "schien er drauf und dran, Nadal in Roland Garros zu bezwingen", so McEnroe. Heute bietet sich ein anderes Bild.
Zverev unterliegt extremen Leistungsschwankungen, auch bei seiner verpatzten Generalprobe in Genf wirkte er ratlos. Nach dem 6:7 (3:7), 3:6 gegen den Weltranglisten-54. Nicolas Jarry am Freitag reiste er ohne das erhoffte Erfolgserlebnis nach Frankreich.
Zverevs Blick geht nach vorne
Seit dem verhängnisvollen Juni-Tag vor einem Jahr ist vieles anders. "Die Tenniswelt hat sich weiterentwickelt. Ein Jahr im Tennis ist verdammt lang. Er ist nicht unter den ersten Acht der Favoriten", stellte Becker fest. Tennis sei ein Kopfspiel, so der dreimalige Wimbledonsieger: "Da fehlt es ihm gerade noch."
Und Michael Stich urteilte in der "Süddeutschen Zeitung": "Er hat sein Spiel nicht wirklich weiterentwickelt." Eine Aussage, die Zverev so nicht auf sich sitzen lassen will: "Ich habe sieben Monate einen Stiefel getragen. Es ist schwierig, sich weiterzuentwickeln, wenn man nicht gehen kann", konterte er und richtete den Blick nach vorne.
In Runde eins trifft der ehemalige Weltranglistenzweite am Dienstag auf den Südafrikaner Lloyd Harris - eine machbare Aufgabe. Eine, die Zverev ohne den spanischen Trainer Sergi Bruguera angehen wird.
Der 52 Jahre alte Ex-Profi, der Zverev seit dem Frühjahr vergangenen Jahres begleitet hatte, sei nicht mehr mit dabei, verkündete Zverev am Samstag. "Wir haben nach Madrid entschieden, dass wir aufhören. Wir hatten nicht dieselbe Meinung dazu, in welcher Art ich nach der Verletzung Tennis spielen soll."
Noch so ein Experte, auf dessen Einschätzung Zverev offensichtlich verzichten kann, dabei hat Bruguera gerade auf Sand Expertise: Zweimal triumphierte er in Roland Garros. Doch Zverev setzt wie so oft in schwierigen Phasen lieber auf die Familie. In Paris wird ihm wieder Vater Alexander senior zur Seite stehen.
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(SID)
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Highlights: Zverev scheitert an furiosem Jarry
Quelle: SNTV
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