Eurosport-Experte Mats Wilander: Jannik Sinner? Carlos Alcaraz ist die wahre Nummer eins - "Er ist unglaublich"
VonLukas Fegers
Publiziert 12/06/2024 um 08:39 GMT+2 Uhr
Carlos Alcaraz und Jannik Sinner sind aktuell die hellsten ATP-Sterne am Tennis-Firmament. Bei den French Open trafen die beiden Jungstars im Halbfinale aufeinander, dort triumphierte der Spanier und sicherte sich wenig später seinen ersten Titel in Roland-Garros. In der Weltrangliste wiederum grüßt der Italiener seit wenigen Tagen von ganz oben. Doch ist er "wirklich" der aktuell Beste der Welt?
Tennis : Roland-Garros 2024 : Top 5 Carlos Alcaraz in his semi-final
Quelle: Eurosport
Nein - zumindest sagt das der ehemalige Tennisprofi und heutige Eurosport-Experte Mats Wilander. Denn laut dem Schweden sei Alcaraz seinem Konkurrenten aus Südtirol überlegen.
"Ist Sinner die neue Nummer eins? Die Nummer eins zu sein ist nur eine Frage des Computers, es sind nur Daten. Die Leute werden Live-Tennis immer einer Maschine vorziehen", sagte Wilander im Interview mit der französischen Sportzeitung "L'Équipe".
Alcaraz sei erst 21 Jahre alt und habe gezeigt, "dass er nicht das beste Tennis spielen muss, um zu gewinnen. Das ist das Zeichen der Größten", führte der 59-Jährige weiter aus: "Seine Chancen, weitere Slams zu gewinnen, sind sehr hoch, und zwar nicht wegen seiner Schläge, sondern wegen seines Verstandes und seines Mutes. Er ist unglaublich."
Mit seinem French-Open-Coup im Final-Krimi gegen Alexander Zverev hatte sich Alcaraz am vergangenen Sonntag bereits seinen dritten Grand-Slam-Titel gesichert - nach seinen Erfolgen bei den US Open 2022 und in Wimbledon 2023. Damit ist er der jüngste Spieler, der auf allen drei Belägen ein Grand-Slam-Turnier gewann.
Alcaraz "ein wahrer Glücksfall"
Auch Sinner schrieb mit seinen diesjährigen Leistungen Geschichte. Bei den Australian Open im Januar triumphierte er als erster Italiener überhaupt, nun ist er der erste Profi Italiens, der an der Spitze der Weltrangliste steht.
Nichtsdestotrotz setzt Wilander größere Stücke auf Alcaraz. Dieser kontrolliere den Schlagabtausch und es scheine, "dass das Match immer von ihm abhängt", begründete der TV-Experte und adelte den Mann aus El Palmar regelrecht.
Alcaraz habe "ein immenses Arsenal" an Schlägen und sei nach der Ära der Big Three - Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic - ein "wahrer Glücksfall für unseren Sport".
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Finale: Alcaraz besiegt Zverev in fünf Sätzen - Highlights
Quelle: Eurosport
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