French Open 2024 - Novak Djokovic bricht Turnier in Roland-Garros aufgrund einer Knieverletzung ab

Novak Djokovic hat die French Open 2024 in Paris aufgrund einer Verletzung im rechten Knie vor dem Viertelfinale gegen Casper Ruud abgebrochen. Der 37-Jährige hatte sich die Blessur im Innenmeniskus während seines Achtelfinales gegen Francisco Cerúndolo zugezogen. Damit steht fest, dass Jannik Sinner nach Roland-Garros Platz eins in der Weltrangliste vom Superstar aus Serbien übernehmen wird.

Djokovic muss in Paris aufgeben - "das ist eine schwere Verletzung"

Quelle: Eurosport

Novak Djokovic müsse "das Turnier in Roland-Garros wegen eines Risses des Innenmeniskus im rechten Knie, der heute bei einer MRT-Untersuchung festgestellt wurde, aufgeben", heißt es in einer Pressemitteilung der French Open.
"Es tut mir leid, aber ich muss mitteilen, dass ich von den French Open zurückziehen muss", schrieb Djokovic am Dienstagabend bei Instagram: "Ich habe mit vollem Herzen gespielt und in meinem Match gestern alles gegeben. Leider mussten mein Team und ich wegen eines gerissenen Innenmeniskus' im rechten Knie nach sorgfältiger Prüfung und Beratung die schwere Entscheidung treffen."
Er wünsche allen im Turnier verbliebenen Spielern "viel Glück" und richtete seinen Dank an die "unglaublichen Fans" in Paris.
"Das ist eine schlechte Nachricht für alle Djokovic-Fans und ich gehöre dazu. Man konnte das fast erahnen nach dem Spiel gegen Cerúndolo, das er teilweise humpelnd gespielt hat", erklärte Eurosport-Experte Boris Becker, der den Rekord-Grand-Slam-Champion von 2013 bis 2016 trainiert hatte.
Novak Djokovic am Dienstagnachmittag in seiner Instagram-Story

Novak Djokovic am Dienstagnachmittag in seiner Instagram-Story

Fotocredit: Instagram

Djokovic hatte VorAhnung: "Weiß nicht, ob ich in der Lage sein werde ..."

Djokovic habe "schon bei den letzten Turnieren Knieprobleme" gehabt, aber "nie darüber gesprochen. Das ist natürlich sehr bitter für ihn. Ich wünsche ihm gute Besserung, damit er für die Rasensaison wieder fit ist", so die Tennis-Ikone.
Djokovic muss seinen Traum vom 25. Grand-Slam-Titel damit vorerst begraben.
Der Titelverteidiger hatte schon kurz nach seinem Fünfsatzerfolg im Achtelfinale gegen Cerúndolo befürchtet, dass das Turnier für ihn gelaufen sein könnte.
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Achtelfinale: Djokovic übersteht nächsten Fünfsatzfight - Highlights

Quelle: Eurosport

"Ich weiß nicht, was morgen oder übermorgen passieren wird, ob ich in der Lage sein werde, auf den Platz zu gehen und zu spielen", ließ Djokovic auf der Pressekonferenz im Stade Roland-Garros wissen.

Djokovic: "Danach haben die Schmerzen angefangen"

Der Superstar, der mit den Platzverhältnissen auf Court Philippe-Chatrier haderte, wusste genau, in welcher Situation das Unheil seinen Lauf nahm.
"Im dritten Spiel des zweiten Satzes bin ich ausgerutscht. Eines der vielen Male, die ich heute ausgerutscht und gestrauchelt bin. Das hat das Knie in Mitleidenschaft gezogen. Danach haben die Schmerzen angefangen", führte der dreimalige Roland-Garros-Champion aus.
Es handele sich um "eine komplett neue Verletzung für mich", betonte Djokovic. "In den vergangenen Wochen hatte ich schon leichte Beschwerden im rechten Knie, aber keine konkrete Verletzung, die mich beunruhigt hätte. Ich habe ein paar Turniere damit gespielt - und bis heute gab es keine Probleme."

Wilander: "Ein großer Schock"

Das hat sich gravierend geändert. Djokovics Probleme haben sich zu einer ernsthaften Verletzung entwickelt, die ihn nun die Teilnahme am Viertelfinale kostet.
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Knieprobleme gegen Cerúndolo: Djokovic steigt bei French Open aus

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"Das war nicht zu erwarten, weil er im fünften Satz so gut gespielt hat", meinte Eurosport-Experte Mats Wilander: "Ich war mir sicher, dass er okay ist. Das ist eine große Überraschung, ein großer Schock."
"Er ist so ein großer Kämpfer und hat gezeigt, dass er hier um den Titel mitspielt", sagte Álex Corretja: "Aber heute nach dem Aufstehen hat er wohl einsehen müssen, dass das Risiko zu groß ist."

Djokovic und die Folgen: Ruud weiter, Sinner Nummer eins

Für die French Open hat das natürlich Folgen. Casper Ruud steht durch den Rückzug des Champions kampflos im Halbfinale und hat dort im Duell mit Alexander Zverev oder Alex de Minaur die Chance auf sein drittes Endspiel in Paris nach 2022 und 2023.
Jannik Sinner wiederum wird nach dem Turnier automatisch zur neuen Nummer eins der Welt und schreibt damit Geschichte. Nie zuvor stand ein Tennisprofi aus Italien an der Spitze des Rankings.
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Viertelfinale: Neue Nummer eins Sinner schlägt Dimitrov - Highlights

Quelle: Eurosport

"Es ist der Traum jeden Spielers, die Nummer eins zu werden. Auf der anderen Seite ist es für alle enttäuschend, dass Novak zurückziehen musste", sagte Sinner, der erst während seines 6:2, 6:4, 7:6 (7:3)-Erfolgs im Viertelfinale gegen Grigor Dimitrov erfuhr, dass er Platz eins übernehmen wird.

Becker: Diese Frage muss sich Djokovic stellen

Wie es für Djokovic weitergeht und ob er die Rasensaison in Angriff nehmen kann, ist völlig offen. "Das ist eine schwere Verletzung und die geht auch nicht morgen wieder weg. Das macht mich ein bisschen sprachlos", erläuterte Becker.
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Becker besorgt: Auch Wimbledon und Olympia für Djokovic in Gefahr?

Quelle: Eurosport

Die Frage laute nun, wie man die Verletzung behandle. "Konservativ ohne Operation oder muss er es arthroskopisch behandeln lassen? Wimbledon fängt in vier Wochen an. Olympia dann in sechs, sieben Wochen. Das ist der denkbar ungünstigste Zeitpunkt, um eine Verletzung zu haben. Da wird jetzt viel im Djokovic-Lager diskutiert werden, was die richtige Behandlung ist", so der 56-Jährige.
Nach einem Eingriff gehe man "erst einmal auf Krücken, dann verlierst du Muskulatur. Bis du wieder 100 Prozent Selbstvertrauen in dein Knie hast, vergehen Wochen, wenn nicht gar Monate. Das ist eine ganz schwierige Situation für Novak Djokovic."
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'Don't know what will happen' - Djokovic admits knee injury could force him out of French Open

Quelle: Eurosport


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Roland Garros : Top 5 of day 9

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