French Open: Alexander Zverev beim Sandplatz-Klassiker in Paris - rien ne va plus? Boris Becker sieht große Chance
Alexander Zverev hat in der Vorbereitung auf die French Open in Paris eine Achterbahnfahrt hingelegt. Topauftritte wechselten mit gebrauchten Matches, dem Titel von München folgten Rückschläge in Madrid und Monte Carlo. Hinzu kam eine Erkrankung, die zum frühen Aus beim Heimturnier in Hamburg führte. Rien ne va plus? Geht wirklich nichts mehr in Roland-Garros? Boris Becker glaubt weiter an Zverev.
Zverev über kuriosen Paris-Trip: "Wurden vom Blitz getroffen"
Quelle: Eurosport
"Hamburg hat mich nervös gemacht", sagt Eurosport-Experte Boris Becker. Der Umstand, dass Alexander Zverev in der Woche vor den French Open, dem wohl aussichtsreichsten Grand-Slam-Turnier für den 28-Jährigen, ein Turnier spielt, verwundert die Tennis-Ikone.
Umso mehr, als dass der Weltranglistendritte fiebrig ins Achtelfinale gegen Alexandre Müller ging und prompt verlor. Zverev sei generell ein Vielspieler, aber er müsse sich "körperlich und geistig" erholen. Dies sei nun, erzwungenermaßen, möglich - und dringend angeraten.
Denn schon in Runde eins wartet am Dienstag (live bei Eurosport) ein gefährlicher Gegner, der wenig zu verlieren hat: Learner Tien. Der 19-Jährige gewann den bis dato einzigen Vergleich gegen Zverev Ende Februar in Acapulco, bei den Australian Open im Januar marschierte er als Qualifikant bis ins Achtelfinale.
Es könne sich noch als "Glück im Unglück" erweisen, dass Zverev mehr Tage freihat vor Paris als geplant, mutmaßt Becker.
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Zverev exklusiv: "Ich bin noch ein bisschen schwach"
Quelle: Eurosport
Geht der Hamburger ausgeruht an den Start und erreiche sein bestes Niveau, sei ihm "alles zuzutrauen, auch der Titel". Zwar sehe er "Carlos Alcaraz als klaren Favoriten", aber ein Zverev in Topverfassung sei in der Lage, auch den derzeit stärksten Sandplatzspieler zu schlagen.
Die Vorbereitung sei zwar "nicht ideal gewesen, aber ich glaube, dass ich meine Form hier wieder finden kann. Ich bin noch ein wenig angeschlagen, ein wenig schwach - aber ich habe kein Fieber mehr und mir ist auch nicht mehr übel", erklärte Zverev im Eurosport-Interview nach seiner Ankunft in der französischen Hauptstadt. Er sei optimistisch, dass die Erkrankung bis zum ersten Match keine Beeinträchtigung mehr darstelle.
Becker: Kampf um Platz eins hat Zverev gebremst
Vor einem Jahr unterlag er Alcaraz in einem dramatischen Fünfsatz-Finale. Die Auslosung wollte es so, dass es in dieser Saison im Endspiel zur Neuauflage des Duells kommen könnte. Läuft das Turnier in normalen Bahnen, müsste Zverev zuvor aber Novak Djokovic (Viertelfinale) und Branchenprimus Jannik Sinner (Halbfinale) ausschalten.
Die Form - und vor allem die nötige Konstanz - gehen dem Deutschen im Moment ab. Noch sei es nicht zu spät, eine Formverbesserung zu erreichen, glaubt Becker. Hinzu komme, dass Zverev einen Bremsklotz losgeworden sei.
"Sascha hat nach Melbourne zu sehr an die Nummer eins gedacht, an den Platz an der Sonne. Das hat ihn gebremst und eingeschränkt. Diese Frage hat sich nun erledigt, der Fokus liegt einzig auf Roland-Garros", erläutert Becker und spielt damit auf die dreimonatige Dopingsperre von Sinner an, die Zverev allerdings nicht nutzen konnte, um erstmals in seiner Laufbahn auf Platz eins im ATP-Ranking zu kommen.
Becker: Finale muss Ziel für Zverev sein
Trotz aller aktuellen Widrigkeiten, so Becker, müsse das Finale "wieder das Ziel sein" für Zverev. Nachvollziehbar, ist Roland-Garros doch das mit Abstand beste Grand-Slam-Turnier der deutschen Nummer eins.
Bei den vergangenen vier Auflagen stand er dreimal im Halbfinale, einmal im Endspiel. Es fehlt der letzte Schritt zum großen Karriereziel - doch das wird Zverev nur erreichen, wenn er gesund und ausgeruht ist.
Vielleicht wird man sich nach dem Finale am 8. Juni ja wieder an den Becker-Satz vom "Glück im Unglück" erinnern.
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Finale: Alcaraz besiegt Zverev in fünf Sätzen - Highlights
Quelle: Eurosport
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