Lois Boisson ist die große Entdeckung der French Open - warum nicht der Titel in Roland-Garros?!

Es gibt 360 Tennisspielerinnen, die laut WTA-Weltrangliste ihren Job besser machen als Loïs Boisson - und doch steht die Französin sensationell im Viertelfinale der French Open 2025. Die 22-Jährige war mit einer Wildcard in den Sandplatz-Klassiker von Roland-Garros gestartet - und ist die große Entdeckung des Turniers. "Wenn möglich", so Boisson, wolle sie noch weiterkommen und den Titel holen.

Sensations-Viertelfinalistin Boisson: Titelgewinn? Warum nicht!

Quelle: Eurosport

Loïs Boisson grummelte. So vieles wäre über Frankreichs Tennis-Sensation zu fragen und zu erzählen gewesen.
Dass seit 40 Jahren keine Frau mehr von Weltranglisten-Platz 361 oder tiefer ins Viertelfinale der French Open vorgedrungen ist, beispielsweise. Oder über ihren Kreuzbandriss nur ein Jahr zuvor.
Oder, dass sie der wohl einzige Mensch in Paris sei, dem laut Eigenauskunft Fußball im Allgemeinen und PSG im Speziellen völlig egal sind. Reden musste Boisson letztlich: über Deos.
"Ach, für mich war das doch überhaupt kein großes Thema", sagte die 22-Jährige abwinkend: "Es war schon okay, kein Problem. Sie hat damals eben einen Fehler gemacht und ich später Witze darüber. Das war es."

Die Müffel-Affäre von Rouen

Jenes "damals" fand anderthalb Monate vor Boissons denkwürdigem Pariser Achtelfinal-Sieg am Montag gegen die Weltranglistendritte Jessica Pegula statt, über den sie viel lieber geredet hätte. So aber: Rouen.
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Achtelfinale: Boisson sorgt für Riesenüberraschung - Highlights

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Beim Turnier in der Stadt der berühmten Kathedrale, die Monet so gerne malte, hatte Boisson im April gegen die Britin Harriet Dart gespielt und unerwartet klar dominiert. Nach einem 0:6 im ersten Satz wurde Dart bei der Schiedsrichterin mit einer eigentümlichen Beschwerde vorstellig.
Boisson, nun ja: müffele sehr, und das würde sie bei der Konzentration stören. Sie, die Schiedsrichterin, solle ihr, Boisson, doch auftragen, schnellstmöglich ein Deodorant zu verwenden. Das Platzmikro fing dies ein, der Clip ging viral, geriet dann aber auch schnell in Vergessenheit. Bis Paris.
Ob Dart mit ihrem Vortrag ins Schwarze getroffen hatte oder zu Unrecht auf 180 gewesen war, ließ sich zumindest aus der Ferne nicht abschließend klären. Boisson war es schließlich - siehe oben - einigermaßen egal. Sie setzt nun sportlich Duftmarken.

Boisson: "Man muss nur daran glauben"

Die Tochter des früheren Basketball-Europapokalsiegers Yann Boisson spielt das Turnier ihres Lebens, marschiert vor allem dank ihrer überragenden Physis in Paris von Runde zu Runde.
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Nerven aus Stahl: Boisson wehrt Breakball mit Traumstop ab

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"Seinesationell", würde Thomas Bach sagen, ist ihr Sprung in die Runde der letzten Acht.
Dort wartet am Mittwoch die 18 Jahre alte Russin Mirra Andreeva (ab ca 13:00 Uhr im Livescoring) . Und das, pardon: riecht wieder nach einer Überraschung.
Loïs Boisson lächelte. "Man muss nur daran glauben", sagte sie. Denn kein Deo duftet so süß wie Erfolg.
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(SID)
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Top 5: Boissons Notschlag wird zum Winner

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