French Open 2026 - Alexander Zverev besiegt Flavio Cobolli im Finale und krönt sich in Paris zum Grand-Slam-Sieger

Alexander Zverev hat sich bei den French Open im vierten Anlauf zum Grand-Slam-Champion gekrönt. Der Hamburger besiegte Flavio Cobolli in einem umkämpften Finale in Roland-Garros 6:1, 4:6, 6:4, 6:7 (5:7), 6:1. Nach 4:16 Stunden nutzte Zverev seinen zweiten Matchball und folgte damit auf Boris Becker, der 1996 bei den Australian Open als letzter deutscher Mann einen Grand Slam gewonnen hatte.

Finale: Zverev beendet deutsche Grand-Slam-Durststrecke - Highlights

Quelle: Eurosport

Alexander Zverev sackte nach seinem historischen Coup auf den roten Sand des Court Philippe-Chatrier und ließ seinen Tränen freien Lauf: Der 29-Jährige hat es vollbracht - er ist in Paris nach einem nervenaufreibenden Fünfsatzkrimi zum Grand-Slam-Titel gestürmt.
Am Ziel seiner Träume übermannten den neuen French-Open-Sieger seine Gefühle. Im 41. Anlauf jubelte Zverev, dem bis dahin mit 24 Titeln das Etikett des besten Profis der Geschichte ohne Majorerfolg anhaftete, erstmals über einen Triumph bei einem der vier großen Turniere.
"Dieser Platz ist sehr besonders für mich. Ich hatte hier meine schönsten Momente, aber auch meine schlimmsten", blickte Zverev auf seine bewegte Vergangenheit in Paris zurück. "Vor vier Jahren lag ich in dieser Ecke mit gerissenen Bändern. Ich habe vor zwei Jahren das Finale hier verloren. Endlich gibt es das Happy End."
"Ein Lebenstraum geht in Erfüllung", sagte auch Becker am Eurosport-Mikrofon: "Dafür hat er, die ganze Familie so lange, so hart gearbeitet." Zverev war unmittelbar nach dem Triumph in die Box gestürmt und ließ sich überschwänglich feiern. "Wenn einer den Titel verdient, dann du", sagte Cobolli.
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Der Matchball zum ersehnten Titel! Zverev gewinnt die French Open

Quelle: Eurosport

Zverev startet souverän - Cobolli nervös

Der Deutsche war konzentriert in sein viertes Grand-Slam-Finale gestartet und holte schnell das Break. Eurosport-Experte Boris Becker erkannte bereits nach wenigen Minuten: "Genau das ist der neue Zverev. Dass er nach vorne geht, um den Punkt am Netz zu beenden. Das haben wir letztes Jahr nicht gesehen."
Bei Cobolli schlichen sich hingegen leichte Fehler vor allem mit seiner sonst sehr starken Vorhand ein. Nach 39 Minuten verwandelte Zverev den ersten Satzball zum 6:1.
Der Italiener startete deutlich besser in den zweiten Durchgang. Zverev kassierte das Break zum 3:4. Cobolli drehte weiter auf. Nach umkämpften 51 Minuten glich die Nummer zehn der Setzliste aus. "Ich habe keinen glatten Dreisatzsieg von Zverev erwartet", meinte Becker: "Er hat nicht schlechter gespielt, der Gegner war besser."
Cobolli warf ab diesem Zeitpunkt alles hinein und profitierte auch von Konzentrationsfehlern bei Zverev. Die Nervosität aus dem ersten Satz hatte der Italiener da abgelegt.
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"Ich liebe diesen Sport!" Zverev und Cobolli mit Ballwechsel des Finals

Quelle: Eurosport

Cobolli wird besser und fordert Zverev

"Beide Spieler sind bei eigenem Aufschlag sehr aggressiv. Das ist auffällig", analysierte Becker Mitte des dritten Satzes. Am Ende wurde der Deutsche belohnt. Er wartete geduldig auf seine nächste Chance und holte sich den Satz 6:4.
Der vierte Durchgang startete überraschend mit einem Blackout bei Zverev und führte zum frühen Break für Cobolli. Den Deutschen schienen muskuläre Probleme im Oberschenkel zu behinder, der Physio kam auf den Platz.
Im Tiebreak des vierten Satzes behielt Cobolli die Nerven und erzwang den Entscheidungssatz. Doch dort gelang dem Deutschen direkt das entscheidende Break, nach welchem er seine Führung unnachahmlich ausbaute.
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Zverev wankt: Cobolli gewinnt dramatischen Tiebreak im Finale

Quelle: Eurosport

Zverev kämpft sich angeschlagen zum Sieg

Nach über vier Stunden war es dann so weit und Zverev krönte sich zum ersten deutschen Roland-Garros-Sieger in der Open Era. Bisher hatte nur Henner Henkel 1937 in Paris den Titel geholt.
Seine ersten drei Endspiele auf höchster Ebene hatte Zverev noch verloren. In Paris unterlag er 2024 Carlos Alcaraz und konnte die Wunde von den US Open 2020, als ihm nur zwei Punkte fehlten, nicht schließen. Zuletzt hatte der Hamburger bei den Australian Open 2025 Jannik Sinner den Vortritt lassen müssen.
Nun durfte Zverev endlich jubeln und ließ sich stilecht in die Rote Asche sinken.
(mit SID)
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3:0-Führung in Satz fünf! Zverev zwei Breaks vorne

Quelle: Eurosport


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